King bescheibt mitreißend das lebendige, multikulturelle Leben im Europäerviertel Pera mit all seinen Widersprüchen zum muslimischen Istanbul. Harem und Jazzklub, traditionelle und mondäne Lebensweise standen sich gegenüber. Die ungeheure Umwälzung, die die westlich inspirierten Reformen Atatürks für die Bevölkerung bedeuteten, werden nachvollziehbar, aber auch die Kosten dieser tiefgreifenden kulturellen und politischen Revolution etwa für die nicht-muslimischen Minderheiten. Beigegeben sind dem Buch stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Istanbul vergangener Tage.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





