Die Forscher recherchierten, dass die Spaziergänger auf der Straße Ljabrochausseen gewandert sein müssen, heute eine Hauptstraße mit dem Namen Mosseveien. Der Blick auf den Hafen von Oslo (das damals noch Christiania hieß) und die Insel Hovedo passt exakt mit der Ansicht auf dem Gemälde zusammen.
Auf der Suche nach Phänomenen, die den Himmel in das auf dem Bild gezeigte blutrote Licht getaucht haben könnten, kamen die Forscher auf den Ausbruch des Vulkans Krakatau, der am 27. August 1883 auf der ganzen Welt zu spüren war.
Die Aerosole und Ascheteilchen, die bei der Explosion in die Stratosphäre geschleudert wurden, riefen auf fast überalle auf der Welt beeindruckende Farbschauspiele hervor. Berichten der Royal Society of London zufolge waren in Norwegen im Winter nach dem gewaltigen Vulkanausbruch zwischen November 1883 und Februar 1884 prächtige Sonnenuntergänge zu sehen. Munch muss bei seinem Spaziergang in Richtung Südwesten geblickt haben ? exakt in dieser Himmelsrichtung dürften die Krakatao-Aerosole den Himmel nämlich am prächtigsten eingefärbt haben.





