Vor rund 40 000 Jahren beginnen anatomisch moderne Menschen in den Kontinent der Neandertaler einzuwandern: nach Europa. 10 000 Jahre später sind die robusten Vettern des modernen Menschen verschwunden. Was ist passiert – haben die Zuwanderer sie ausgerottet? Immer klarer wird: Drastisch unterlegen können die Alteingesessenen nicht gewesen sein, wie frühere Forschergenerationen wähnten. Mehr noch: Ernst zu nehmende Indizien sprechen dafür, dass die Neandertaler bereits selbstständig auf dem Sprung in die Moderne waren. „Vielleicht”, sinniert ein deutscher Archäologe, „haben sich die anatomisch modernen Einwanderer ins gemachte Bett gelegt – und die kulturellen Ansätze der Neandertaler lediglich weiterentwickelt.”





