Erst kürzlich hatten Archäologen der Universität Jena berichtet, dass die Neandertaler mit überaus aufwändigen Methoden den Kleber aus Birkenrinden-Pech herstellen konnten. ( Wissenschaft.de berichtete). Damit besaßen die Neandertaler technische und handwerkliche Fähigkeiten, die mit denen des modernen Menschen (Homo sapiens sapiens) vergleichbar sind.
Die Neandertaler kauten gerne auf Birkenrinden-Pech: Das Material, das die frühen Menschen als Klebstoff benutzen, diente ihnen auch als Kaugummi, vermuten Archäologen vom Landesamt für Archäologie in Sachsen-Anhalt. Der welterste Kaugummi schmeckte nach geräuchertem Schinken, sagen die Forscher.
Archäologen hatten das Oliven-große Stück in Aschersleben gefunden, berichtet das britische Onlinemagazin Ananova. “Das Pech wurde verwendet, um Steinwaffen an Stöcken zu befestigen”, erklärt Heinrich Wunderlich, Sprecher vom Landesamt. Es sei wegen seiner reinigenden und desinfizierenden Wirkung jedoch auch als Kaugummi benutzt worden. “Es schmeckt ein wenig wie Schwarzwälder Schinken”, ergänzt Wunderlich. “Ich glaube kaum, dass das heute ein Renner wäre.”
Cornelia Pfaff





