Interessant ist auch die “VinziRast-mittendrin” in Wien. Dort wohnen seit 2013 in einem Eckhaus Studenten mit ehemaligen Obdachlosen in zehn gemischten Dreier-WGs unter einem Dach. Der Vorteil: Die Bewohner können in der Gemeinschaft leben, müssen es aber nicht, weil es genügend Raum für Individualität gibt. Viele Konzepte setzen auf weniger privaten Wohnraum und auf mehr Gemeinschaftsflächen sowie auf eine soziale Durchmischung. Das Problem dabei ist jedoch, dass Investoren und Kommunen oft immer noch nicht erkannt haben, für wen sie eigentlich bauen, weil sie anscheinend die gesellschaftliche Entwicklung mehr oder weniger verschlafen haben.
Statt nach Wohnvorstellungen zu fragen, orientiert sich der Immobilienmarkt immer noch am Portemonnaie der künftigen Bewohner. Doch langsam findet ein Umdenken statt, wie Kathryn Kortmann im Septemberheft von bild der wissenschaft schreibt und anhand zahlreicher weiterer Beispiele beweist.





