Zwischen 1348 und 1353 starben rund 25 Millionen Menschen in Europa am „Schwarzen Tod”. Experten waren sich lange darüber uneins, ob der heutige bekannte Pest-Erreger Yersinia pestis für diese Seuche verantwortlich war. Hauptargument der Gegner: Heutige Pest-Erkrankungen verlaufen weniger häufig tödlich und breiten sich viel langsamer aus. Es habe sich deshalb damals eher um den Erreger von Ebola oder Milzbrand gehandelt, lautete die Vermutung. Doch jetzt hat ein deutsch-kanadisches Forscherteam um Verena Schünemann und Johannes Krause von der Universität Tübingen zweifelsfrei bewiesen: Der Schwarze Tod war die Pest.
Die Wissenschaftler hatten 109 Skelette damaliger Opfer untersucht und darin die DNA von Yersinia pestis gefunden. Die Forscher beobachteten allerdings, dass sich das Genom an zwei Stellen von dem des modernen Y. pestis-Erregers unterscheidet. Wahrscheinlich ist das der Grund dafür, warum Pest-Erkrankungen heute nicht mehr so dramatisch verlaufen wie damals.





