Gordon Hillman vom University College London und seine Kollegen aus Oxford und Rochester, Staat New York fanden heraus, dass über eine Zeitraum von mehreren Jahrhunderten, Nomaden in der Euphratregion in einem sehr angenehmen Klima lebten. Ihre reichhaltige Nahrung bestand aus Früchten, Nüssen, wilden Gräsern und Wildtieren. Als sich das Klima verschlechterte, es kälter und trockener wurde, verschwanden viele der vorher verzehrten Pflanzen.
Doch gleichzeitig mit der Klimaverschlechterung fanden die Forscher gehäuft Samen von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Diese glichen zwar anfangs noch den wilden Samen, doch schon nach einem Jahrhundert tauchte dickkörniges Getreide, wie zum Beispiel Roggen, auf. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieses Getreide nur durch Selektion und gezielten Anbau entstehen konnte.
Der Anbau von Roggen heißt aber nicht, dass sich die Menschen auch zwangsläufig sofort an einem Ort niedergelassen haben, betonen die Wissenschaftler. Die Menschen haben sicher bis 8.500 weiterhin auch wild wachsende Nahrung gesammelt. Erst dann zogen sie Schafe und Ziegen groß und bauten Weizen und Gerste an.





