Die Musikwissenschaft steht nach Auffassung des Osnabrücker Professors Bernd Enders im Internet-Zeitalter vor Umwälzungen. Komponisten und Wissenschaftler könnten dazu übergehen, ihre Arbeiten über das weltweite Netz selbst zu verlegen, sagte Enders am Donnerstag zum Auftakt des 6. internationalen KlangArt- Kongresses in Osnabrück.
Es gebe jetzt die Chance, klingende Bücher zu veröffentlichen, ohne den Umweg über Verlage gehen oder sich an die Erscheinungsweise von Periodika halten zu müssen. Die herkömmlichen Musikverlage verhielten sich im technologischen Prozess eher bremsend. Deshalb gehe die Entwicklung an ihnen vorbei, sagte Enders. Bei dem Kongress diskutieren Wissenschaftler noch bis zum Samstag über die Thesen von rund 30 Referenten aus dem In- und Ausland.
dpa





