Zur merkte an, dass der Trend, erst in späteren Jahren Eltern zu werden zwar positive Effekte habe, wie die finanzielle Sicherheit, aber ältere Mütter nicht die gleiche Kraft hätten wie junge Mütter. Auch hätten die meisten werdenden Eltern kein Konzept, wie sie mit den Folgen des Schlafmangels umgehen wollen und unterschätzten den verheerenden Einfluss auf ihre Partnerschaft.
Bei acht von zehn Müttern von kleinen Kindern bis zu 18 Monaten belastet Schlafmangel die Partnerschaft. Besonders beeinträchtigt fühlen sich Mütter, die über 34 Jahre alt sind. Stillende Mütter, die oft drei Mal pro Nacht geweckt werden, leiden am stärksten unter Schlafentzug. Für zwei Drittel der Väter hingegen sind die nächtlichen Schreihälse gar kein Problem, sie lassen sich dadurch nicht wecken, berichtete die Forscherin Dani Zur gegenüber BBC.
Die 2000 in der Studie befragten Mütter beklagten weiterhin, dass Übermüdung sie weinerlich und vergesslich macht. Mit zusätzlichen Schwierigkeiten haben berufstätige Mütter zu kämpfen, die sich den Anforderungen ihrer Jobs weniger gewachsen sehen und die in der Regel kein Verständnis von ihren Vorgesetzten erwarten können. 88 Prozent der Frauen, die Karriere und Mutterschaft verbinden, fühlen sich überfordert, entkräftet und zwischen ihren Aufgaben hin- und hergezogen. Auch hier werden die Probleme mit dem wachsenden Alter der Mütter größer.
Marion Herzog





