Den bisher ältesten Schmuck der Geschichte hat ein internationales Forscherteam in der marokkanischen Grotte des Pigeons bei Taforalt ausgegraben. Die Archäologen um Nick Barton von der University of Oxford schätzen das Alter ihrer Entdeckung auf rund 110 000 Jahre. Es handelt sich um 47 Muscheln, die etwa so groß wie Fingernägel sind, und durchbohrt wurden. Die Löcher sind von mikroskopisch kleinen Kratzern umgeben, verursacht von einer Schnur, auf die die Muscheln einst aufgefädelt waren. Einige der Fundstücke waren außerdem mit Ockerfarbe verziert. Die Wissenschaftler meinen, dass die Muscheln bei Beutezügen oder Wanderungen zum 30 Kilometer entfernten Meer gesammelt wurden.
In derselben Höhle sind vor zwei Jahren bereits ähnliche Schmuckstücke gefunden worden. Sie waren aber „nur” 82 000 Jahre alt. Der 2001 entdeckte Muschelschmuck aus der südafrikanischen Blombos-Höhle war mit etwa 72 000 Jahren nochmals 10 000 Jahre jünger.





