Gambias Landbevölkerung lebt überwiegend von der Subsistenzwirtschaft, ihr Bildungsstand ist niedrig. Lang anhaltende Fruchtbarkeit und Mutterschaft sind für Frauen nahezu die einzige Absicherung. Ihr Status definiert sich fast ausschließlich darüber. Sie heiraten durchschnittlich mit 15 Jahren und haben im Schnitt 6,8 Kinder. In einigen Gegenden Gambias wird der Koran so interpretiert, dass es als Scheidungsgrund gilt, wenn Ehen länger als sieben Jahre kinderlos bleiben. Deshalb sind Geschlechtskrankheiten, besonders wenn sie zu Unfruchtbarkeit führen, für Frauen ein großes Problem.
Gijs Walraven, Leiter der Studie, sieht den Schlüssel darin, Frauen und Männer zu bilden und aufzuklären. “Die Gemeinschaften müssen Verantwortung für die Gesundheit der Frauen übernehmen. Dabei müssen die Belange der Frauen im Vordergrund stehen und nachhaltig berücksichtigt werden,” so Walraven.





