Die Wikinger (etwa 800 bis 1050) zeigten offenbar gern ihre Zähne. Dafür sprechen Funde der Anthropologin Caroline Arcini vom Schwedischen Zentralamt für Denkmalpflege in Lund. Sie hatte Skelette von Wikingern aus Schweden und Dänemark untersucht. Dabei entdeckte sie in den Gebissen von 24 männlichen Schädeln zwei bis drei regelmäßige horizontale Furchen in den oberen Schneidezähnen. Sie stammen laut Arcini nicht von Verletzungen, sondern wurden in die Zähne gefeilt. Eventuell markierten sie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe von Kriegern oder Händlern. Ähnlichen Zahnschmuck kannte man bisher nur von nordamerikanischen Indianerstämmen, die ebenfalls zwischen 800 und 1050 lebten. Arcini vermutet daher, dass die Wikinger die Sitte von einer ihrer Amerika-Reisen mitgebracht hatten.





