„Als die Polizei in der Wohnung eintraf, fand sie die 33-Jährige brutal misshandelt vor. Ihr Ehemann, ein deutscher Katholik, gestand, seine Frau im Streit geschlagen zu haben.” Eine von vielen Meldungen in der Tageszeitung. Doch warum die Betonung von „katholisch” und „deutsch”? Keine Irritation würde folgende Variante erzeugen: „Als die Polizei in der Wohnung eintraf, fand sie die 33-Jährige brutal misshandelt vor. Ihr Ehemann, ein aus Afghanistan stammender Moslem, gestand, seine Frau im Streit geschlagen zu haben.”
Das Beispiel zeigt etwas, das noch weitaus hässlichere Gesichter hat: fremdenfeindliche Vorurteile. Denn die fehlende Irritation beim zweiten Beispiel geht auf Gedanken zurück wie: „ Ist ja klar, bei denen werden Frauen häufig verprügelt.” Diese Einstellung ist nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa weit verbreitet. Das hat jüngst eine repräsentative Studie unter Federführung des Bielefelder Sozialpsychologen Andreas Zick mit 8000 Befragten aus acht europäischen Ländern gezeigt. So sind insgesamt etwa 78 Prozent der Bürger überzeugt, die muslimischen Ansichten über Frauen würden den europäischen Werten widersprechen. Und fast jeder zweite Studienteilnehmer findet, es gebe zu viele Muslime in seinem Land – obwohl der tatsächliche Anteil je nach Land lediglich zwischen einem und acht Prozent liegt.
KAUM SCHLECHTE ERFAHRUNGEN
Doch woher kommen die abwertenden Urteile über Menschen, die im Grunde nur eine Gemeinsamkeit haben – ihre Religion? Persönliche Erfahrungen, etwa dass der türkische Nachbar seiner Frau ein blaues Auge verpasst oder der Arbeitskollege als gewaltbereiter Islamist festgenommen wird, sind selten der Auslöser, weiß der Sozialpsychologe Ulrich Wagner von der Universität Marburg: „Nehmen Sie Ostdeutschland: Dort sind Vorurteile gegenüber Ausländern besonders stark ausgeprägt, obwohl nur sehr wenige dort leben.” Wie in der Kleinstadt Anklam in Mecklenburg-Vorpommern: Dort liegt die Ausländerquote im Vergleich zu den 8,8 Prozent für Gesamtdeutschland bei mageren 1,6 Prozent – aber 49 Prozent der Einwohner haben laut einer Erhebung der Universität Bielefeld Angst vor „Überfremdung”.
Wagner und sein Kollege Andreas Zick sind auf einen wichtigen Zusammenhang gestoßen: Islamfeindlichkeit scheint nur ein Symptom einer grundlegenden „Krankheit” zu sein – die fast immer mit der Ablehnung anderer Gruppen einhergeht. „Wer Vorurteile gegenüber Muslimen hat, pflegt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch Vorbehalte gegenüber Juden, Schwarzen, Einwanderern, Frauen, Homosexuellen, Obdachlosen, Behinderten und Langzeitarbeitslosen” , sagt Zick. Die Wissenschaftler sprechen vom „Syndrom der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit”, kurz GMF-Syndrom. Die Feindseligkeit richtet sich also nicht gegen bestimmte Eigenheiten oder Merkmale, sondern gegen alle Gruppen, die sich in irgendeiner Weise von der eigenen abgrenzen lassen.
AB IN DIE SCHUBLADE
Genau diese Abgrenzung ist das Problem: Sie geht darauf zurück, dass Menschen grundsätzlich in Schubladen denken – ob sie wollen oder nicht. „Jeder teilt die Menschen in seiner Umgebung in Kategorien ein, ordnet sie zum Beispiel einer bestimmten Altersgruppe, einem Geschlecht oder einer Hautfarbe zu”, erklärt Zick. Das sei nötig, weil man sonst mit der Komplexität der Umwelt überfordert wäre. Man ordnet den Kategorien Merkmale zu, sodass Stereotype entstehen. Das machen bereits Kindergartenkinder – ein Zeichen dafür, dass die Neigung zum Kategorisieren angeboren ist.
Bis hierhin, betont Zick, handelt es sich um rein kognitive Prozesse. Erst wenn soziale Faktoren zu greifen beginnen und man sich selbst in eine Kategorie einordnen muss, kommt eine emotionale Komponente dazu. Als Folge entsteht eine Wertung. „Bei Kin-dern kann man relativ stabile Abwertungen von Kategorien schon im Alter von vier, fünf Jahren beobachten, zum Beispiel: ‚ Mädchen sind doof‘ “, erklärt Zick. Indem man sich selbst einer Kategorie zuordnet, wird man vom Individuum zum Gruppenmitglied – und allein das verändert, wie man sich verhält und wie man sich und andere wahrnimmt.
In einen Topf geworfen
Ulrich Wagner erläutert eine wesentliche Auswirkung der Gruppenbildung durch ein einfaches Experiment, das der polnisch-britische Sozialpsychologe Henri Tajfel bereits Anfang der 1960er-Jahre durchgeführt hat (siehe Grafik rechte Seite: „ Grüppchenbildung”): Die Studienteilnehmer bekamen nacheinander acht Hölzchen vorgelegt, deren Länge etwa in 0,9-Zentimeter-Schritten zwischen 16 und knapp 23 Zentimetern variierte. Die vier kürzeren waren jeweils mit dem Buchstaben A gekennzeichnet, die vier längeren mit dem Buchstaben B. Die Probanden sollten die Länge der A-Hölzchen und der B-Hölzchen schätzen. Resultat: Die geschätzten Werte lagen für die A-Gruppe leicht unterhalb der tatsächlichen Längen und für die B-Gruppe leicht darüber. Bemerkenswert war: Der Unterschied zwischen dem längsten A- und dem kürzesten B-Hölzchen wurde stark überschätzt. Die geschätzten Werte waren im Schnitt mehr als doppelt so groß wie die wirklichen Werte. Gleichzeitig erschienen die Längenunterschiede innerhalb der Gruppen kleiner, als sie tatsächlich waren. Eine solche Gruppenbewertung findet nicht nur bei Hölzchen statt, sondern auch im Alltag. „Das geht extrem schnell”, sagt Wagner. Es reiche zum Beispiel, die Nationalität zu erwähnen – und schon erschienen ‚die Türken‘ als ein homogenes Volk, das sich insgesamt deutlich von ‚den Deutschen‘ unterscheidet. Ein Manko hat der Versuch allerdings: Er erklärt zwar, warum man Gruppen unterschiedlich bewertet, aber nicht, warum man andere abwertet. „Das liegt vor allem daran, dass man selbst auch Angehöriger einer Gruppe ist”, erklärt Wagner. Vor diesem Hintergrund werden die Ergebnisse noch erstaunlicher, wie Henri Tajfel zeigte: Als er Freiwillige per Los einer von zwei Gruppen zuordnete und sie anschließend einen Geldbetrag verteilen ließ, bedachten die Probanden die Angehörigen der eigenen Gruppe grundsätzlich großzügiger. „Man kann sich vorstellen, wie ausgeprägt dieser Effekt in der Realität ist, wenn er schon in einem derart künstlichen Szenario auftritt”, meint Wagner.
Dahinter steckt das Streben, die eigene Gruppe möglichst gut dastehen zu lassen, entweder durch eine Aufwertung der „Ingroup” oder „Eigengruppe”, wie Sozialpsychologen sagen, oder – und das geschieht häufiger – durch eine Abwertung der „Outgroup”. Der Grund: In allen Situationen, in denen Gruppen eine Rolle spielen, werden sie Teil der eigenen Identität. Denn das Selbstbild, erläutert Andreas Zick, basiere in diesen Momenten ebenso auf persönlichen Erfahrungen wie aus Aspekten, die von der Gruppe bestimmt werden. „Beides zusammen macht das eigentliche Selbst aus”, sagt Zick. Um ein positives Selbstbild zu erhalten, ist es demnach wichtig, dass die eigene Gruppe einen möglichst guten Status im Vergleich zu anderen Gruppen besitzt. Und das lässt sich eben am einfachsten erreichen, indem man der Fremdgruppe Intelligenz, Kultur und Integrität abspricht oder ihr unangenehme Eigenschaften zuschreibt. Ein Vorurteil ist geboren.
Wie stark ein Vorurteil ist und wie sehr es das Verhalten eines Menschen bestimmt, hängt davon ab, wie viel ihm seine eigene Gruppe in einer bestimmten Situation bedeutet. Je stärker die Gruppenzugehörigkeit betont wird, desto größer ist auch ihr Einfluss. „Schauen Sie sich das Verhalten von Männern in Fußballstadien an”, meint Zick, „dort werden oft sexistische Parolen skandiert, die die Einzelnen im Alltag nie von sich geben würden.”
GLAUBE AN AUTORITÄTEN
Allerdings ist nicht jeder Mensch gleich anfällig für solche Mechanismen. „Zwei Kernmerkmale scheinen die Menschen mit einem starken GMF-Syndrom zu kennzeichnen”, erklärt Ulrich Wagner. Zum einen ist das eine Neigung zu Autoritarismus: Diese Menschen sind eher bereit, sich Autoritäten unterzuordnen und Traditionen und althergebrachte Normen hochzuhalten. „Sie identifizieren sich besonders stark mit der Eigengruppe und weisen deswegen sehr häufig Angehörige anderer Gruppen zurück”, sagt Andreas Zick. Das zweite entscheidende Merkmal nennen die Sozialpsychologen „ Dominanzorientierung”: die Tendenz, nicht nur zu registrieren, dass verschiedene Gruppen in der Gesellschaft unterschiedlich viel wert sind, sondern das auch noch richtig zu finden. Ein Beispiel: Dass ein Hochschullehrer einen höheren Status hat als ein Langzeitarbeitsloser, wird meist von beiden nicht infrage gestellt. Der Professor zweifelt es nicht an, weil er davon profitiert, und der Arbeitslose sieht in dieser scheinbar natürlichen Ordnung eine Erklärung für sein schlechtes Los.
All dies scheint im Grunde auf ein einziges Gefühl zurückzugehen: Angst. „Damit ist allerdings nicht die Angst gemeint, die man verspürt, wenn man zum Beispiel auf eine türkische Hochzeit eingeladen wird und nicht weiß, wie man sich verhalten soll”, betont Wagner. Diese „persönliche Angst” führt eher zu Wut oder Scham und lässt sich relativ leicht bekämpfen. Die Angst, die hinter den Vorurteilen steckt, ist subtil und unbewusst: Sie entsteht, wenn die eigene Gruppe bedroht ist oder auch nur bedroht zu sein scheint. Und sie bezieht sich auch auf die „Ressourcen” der Gruppe: auf ganz Reales wie Arbeitsplätze oder öffentliche Gelder oder auch Symbolisches wie kulturelle Werte und Normen.
Wie sehr eine derartige soziale Angst und Vorurteile miteinander verwoben sind, hat der Psychiater Andreas Meyer-Lindenberg, Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, gezeigt: Er testete Vorurteile bei Kindern mit einer genetischen Störung namens Williams-Beuren-Syndrom. „Diese Kinder kennen keine soziale Angst”, erklärt der Arzt. „Wenn jemand zum Beispiel einen Raum betritt, kommen Williams-Kinder sofort angelaufen, auch wenn sie diese Person noch nie gesehen haben. Sie haben keine Scheu, wollen gleich Kontakt aufnehmen und jeden Fremden berühren.” Auf Distanzsignale achten sie nicht.
KAPUTTES CHROMOSOM 7
Verantwortlich für die Störung ist ein Chromosomenschaden: Ein Stück des Chromosoms 7 fehlt. Neben einer ganzen Reihe anderer Funktionen beeinflusst dieser Defekt offenbar, wie das Gehirn der Kinder mit sozialen Drohreizen umgeht. „Die Amygdala, ein für Angstreaktionen entscheidender Teil des Limbischen Systems, bekommt falsche Anweisungen von einem der obersten Kontrollzentren im Gehirn, dem präfrontalen Cortex, und reagiert deswegen nicht auf typische Anzeichen einer sozialen Bedrohung”, erklärt Meyer-Lindenberg. In einer Studie hat der Psychiater vor Kurzem geprüft, welche Auswirkungen diese Fehlsteuerung hat.
Dazu legten er und seine Kollegen 20 Kindern mit Williams-Beuren-Syndrom einfache Zeichnungen vor und erzählten dazu kleine Geschichten. In jedem Durchgang sahen die Kinder zwei gleiche Darstellungen von Männern, Frauen oder Kindern, die sich nur durch die Hautfarbe unterschieden – auf der einen Zeichnung war sie rosa, auf der anderen mittelbraun. Die begleitenden Geschichten handelten immer von den Personen auf den Bildern, die entweder als clever, hübsch oder freundlich beschrieben waren oder als dumm, hässlich oder böse. Die Aufgabe der Kinder bestand darin, auf die Person zu zeigen, von der die Geschichte gehandelt hatte.
Gesunde Kinder neigen in diesem Test dazu, die positiven Eigenschaften den Menschen ihrer eigenen Hautfarbe zuzuschreiben und die negativen den anderen, sagt Meyer-Lindenberg. Nicht so die Williams-Kinder. „Es war unglaublich: Die Kinder hatten überhaupt keine Vorurteile. Sie ordneten den Zeichenfiguren die Eigenschaften dem Zufall nach zu.” Meyer-Lindenberg hält diese Entdeckung für einen Durchbruch: „Das ist die erste Gruppe überhaupt, die in diesem Test keine ethnischen Vorurteile gezeigt hat.”
GEMEINSAME FEINDE
Als nächstes will der Forscher testen, wie das Gehirn bei direktem Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen reagiert: „ Dazu haben wir zwei Hirn-Scanner miteinander gekoppelt, sodass sich die beiden Probanden gegenseitig sehen und hören können und man gleichzeitig ihre Hirnaktivität überwachen kann.” So könnte etwa geprüft werden, was die Amygdala-Reaktion verstärkt und, noch entscheidender, was sie dämpft. Denn eines ist klar: Vorurteile lassen sich sehr schwer bekämpfen. „Das Einzige, was sich als erfolgreich erwiesen hat, ist der Kontakt zu Angehörigen von anderen Gruppen”, sagt Sozialpsychologe Wagner. „Dadurch werden die Gruppengrenzen aufgelöst und manchmal auf der Basis von gemeinsamen Zielen sogar neu definiert.”
Als Beispiel nennt er den Arbeitskampf: Sobald es den gemeinsamen Feind „Arbeitgeber” gibt, solidarisieren sich Deutsche und Ausländer, ohne darüber nachzudenken, und bilden gemeinsam die Gruppe der Arbeitnehmer. Hilfreich sei auch, die Bedeutung der Gruppe in den Hintergrund zu drängen und die individuelle Rolle hervorzuheben. Wenn schon von Gruppen geredet wird, sollten die Gemeinsamkeiten betont werden – und nicht, wie in den Medien üblich, die Unterschiede, folgert Wagner (siehe Kasten Seite 85: „Die Rolle der Medien”).
Parallel dazu müssen sich die Normen in der Gesellschaft verändern, fordern Andreas Zick und Ulrich Wagner. Denn Vorurteile können nur dort wachsen und gedeihen, wo sie vom Umfeld akzeptiert werden. Fehlt diese Akzeptanz, schwächen sich die Vorurteile ab und verschwinden schließlich. „So spricht heute kaum noch jemand von Italienern als ‚Spaghettifressern‘, von Polen als ‚Polacken‘ oder von ‚Kümmeltürken‘, wie das in den 1950er- und 1960er-Jahren üblich war”, meint Wagner. Auch die Ablehnung von Homosexuellen habe deutlich abgenommen, seit diese vor dem Gesetz nicht mehr anders behandelt werden als Heterosexuelle. „Das zeigt”, schließt Wagner, „dass solche Prozesse von oben angestoßen werden können und angestoßen werden müssen.” ■
Die Recherche erinnerte Wissenschaftsjournalistin ILKA LEHNEN-BEYEL daran, dass auch sie nicht vor Vorurteilen gefeit ist.
von Ilka Lehnen-Beyel
DIE ROLLE DER MEDIEN
„Es ist extrem gefährlich, öffentliche Debatten um gescheiterte Integration oder andere Probleme im Zusammenleben anzustoßen.” Der Sozialpsychologe Ulrich Wagner von der Universität Marburg sieht den Umgang der Medien mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit und Integration kritisch. Drastisch habe sich das Problem zu Beginn der 1990er-Jahre gezeigt, als es zu den Ausschreitungen in Hoyerswerda und den Morden in Mölln und Solingen kam: Jedes Mal stieg anschließend die Zahl ausländerfeindlicher Straftaten deutlich an.
Das liegt laut Wagner vor allem an zwei Mechanismen: Zum einen wird durch die starke Betonung der Nationalitäten die Abgrenzung zwischen der eigenen Gruppe und anderen verschärft. Die Gruppenzugehörigkeit tritt in den Vordergrund, und es werden gruppendynamische Prozesse in Gang gesetzt, die zu einer Abwertung der Fremdgruppe führen. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass die Unterschiede zwischen den Gruppen im Mittelpunkt der Berichte stehen.
Zum anderen gibt es einen Konditionierungseffekt: „Wenn bedrohliche oder andere negative Vorgänge im Zusammenhang mit Mitgliedern einer Fremdgruppe erwähnt werden, neigt das Gehirn dazu, diese Verknüpfung besonders gut abzuspeichern”, sagt Wagner. Negatives wird dann eher mit Angehörigen der fremden Gruppe assoziiert. Presseberichte verstärken also bestehende Vorurteile, selbst wenn sie kritisch sind.
KOMPAKT
· Die Basis für Vorurteile ist das Bedürfnis, die Umgebung in Kategorien einzuordnen.
· Abwertungen von anderen dienen vor allem dazu, die eigene Gruppe abzugrenzen.
· Gegen Vorurteile helfen vielfältige persönliche Kontakte und die gesellschaftliche Ächtung von Diskriminierung.
INTERNET
Übersicht über sozialpsychologische Gruppeneffekte – klicken Sie nacheinander auf „Lehre”, „Downloads”, „Hagenpapier”: www.uni-marburg.de/fb04/team-wagner
Das Projekt „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” an der Universität Bielefeld: www.uni-bielefeld.de/ikg/gmf/ einfuehrung.html
LESEN
Studie von Andreas Meyer-Lindenberg zu sozialer Angst und dem Williams-Beuren-Syndrom (auf Englisch): Current Biology, Bd. 20, 2010, Nr. 7, S. R307
Daten zu Gefühlslage und Einstellungen der Deutschen: Wilhelm Heitmeyer (Hrsg.) Deutsche Zustände Bd. 9, Suhrkamp, Berlin 2010, € 15,–
GRÜPPCHENBILDUNG – SO KANN MAN SICH IRREN
Die Teilnehmer einer Studie bekamen Holzstäbchen vorgelegt und sollten deren Länge schätzen. Allein die Tatsache, dass die Stäbchen jeweils einer Gruppe A oder B zugeordnet waren, veranlasste die Probanden dazu, die Stäbchen innerhalb der Gruppen als ähnlich lang einzuschätzen und den Unterschied zwischen den Gruppen zu betonen.
Ohne Titel
In Deutschland – genau wie im europäischen Durchschnitt – sind 50 Prozent der Befragten überzeugt, dass es zu viele Immigranten gibt. Erstaunlich ist, wie viele Menschen in Süd- und Osteuropa die traditionelle Rollenverteilung befürworten.
AusländerFEINDLICHKEIT UND SEXISMUS – in EUROPA WEITVERBREITET
Einwanderer
Juden
Muslime
Schwarze
Sexismus





