von ROLF HEßBRÜGGE
Wenn Ronald Heynowski auf den Soziussitz der kleinen Ikarus- C42-Propellermaschine klettert, nimmt er neben einer Spiegelreflexkamera vor allem zwei Dinge mit an Bord: seine langjährige wissenschaftliche Erfahrung und eine Portion guter Hoffnung. Denn Luftbildarchäologie ist auch ein Stück weit Glückssache, abhängig von Witterung und Bodenfeuchte, vom Lichteinfall und richtigen Timing. Aus rund 400 Meter Höhe hält der Forscher des sächsischen Landesamts für Archäologie vor allem im Frühjahr und Sommer Ausschau nach verschütteten historischen Überbleibseln, die sich als geometrisch geformte Schattierungen durch das Braun oder Grün bäuerlicher Anbauflächen abzeichnen.





