Die Malereien in der französischen Chauvet-Grotte galten mit 32 000 Jahren bisher als die älteste bekannte Höhlenkunst. Jetzt aber hat ein internationales Forscherteam im Dordogne-Tal in Südfrankreich Kunstwerke entdeckt, die noch 5000 Jahre älter sind.
Die Wissenschaftler um Randall White von der New York University fanden bei Abri Castanet einen tonnenschweren Gesteinsbrocken, der von einer eingestürzten Höhle stammt. Auf seiner Rückseite sind verschiedene Ornamente eingeritzt, darunter die schematische Darstellung einer Vulva. Unter anderem mit der Radiokarbon-Methode bestimmten die Forscher das Alter der Petroglyphen auf rund 37 000 Jahre. Sie stammen damit aus der frühen Aurignacien-Ära Südfrankreichs.
Die Ritzungen sind sehr gut erhalten, weil der Stein mit der „ Bildseite” nach unten auf dem Boden lag. Dadurch waren die Kunstwerke keinen Wettereinflüssen ausgesetzt und wurden optimal konserviert.





