Die Aufgabe, der sich die Archäologin stellt, ist nichts für zarte Gemüter. Seit Anfang 2011 versucht die gebürtige Neapolitanerin (Jahrgang 1964), Pompeji – das Allerheiligste der italienischen Archäologie – auf Vordermann zu bringen. Die ersten Schritte sind getan: Cinquantaquattro hat eine Risikokarte erstellen lassen und erarbeitet derzeit einen umfassenden Restaurierungsplan. Sie wird bereits dafür gelobt, dass auf Pompejis Straßen keine Zigarettenstummel mehr liegen und dass die Besuchertoiletten funktionieren. Die Archäologin kennt sich zudem im Dickicht von Handwerk, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit aus. Ein Jahrzehnt lang hat sie Grabungen in verschiedenen italienischen Provinzen koordiniert, sie war Universitätsdozentin, hat Ausstellungen konzipiert und zwei Denkmalämter geleitet. Doch vor allem stellt sie sich engagiert in den Dienst der Sache. Wenn es nach ihr geht, hat Pompeji in fünf Jahren ein neues Gesicht.





