„Seltsame Tiere, Statuen und Gold – Gold, wohin man blickte.” Hingerissen schilderte der britische Ausgräber Howard Carter, wie er im November 1922 den ersten Blick ins Grab Tutanchamuns warf. Und urteilte später abfällig: Dessen größtes Verdienst bestehe darin, dass er gestorben sei. Heute erkennen die Ägyptologen, dass der Pharao, der nur 18 Jahre alt wurde, beileibe nicht unbedeutend war. Im Neuen Reich öffnete sich das Nilland Ideen aus fremden Ländern. Der junge Tutanchamun integrierte revolutionäre Gedanken ins Traditionelle und balancierte Altägypten geschickt in die neue Zeit. Bemerkenswerte Vorgänger auf dem Pharaonen-Thron hatten ihm dabei ein Stück weit den Weg bereitet: Hatschepsut, die selbst ernannte Königin, und der Ketzer-Pharao Echnaton.





