Das letzte Abendmahl ist im Lauf der Zeit immer reichlicher geworden: Betrachtet man Gemälde der berühmten Mahlzeit, essen Jesus und seine Jünger heute zwei Drittel mehr als noch vor 1000 Jahren. Die dargestellten Portionen sind in diesem Zeitraum nämlich um 69,2 Prozent gewachsen, die Teller um 65,5 Prozent und die Brotlaibe immerhin noch um 23,1 Prozent. Entdeckt haben das der bekannte US-Ernährungspsychologe Brian Wansink und sein Bruder, der Religionswissenschaftler Craig Wansink, bei einer Analyse von 52 Abendmahl-Gemälden aus den Jahren 1000 bis 2000. Skurriles Detail: Die Forscher geben Brot- und Tellergröße immer als Mehrfaches eines normierten Jüngerkopfes an, um die unterschiedlichen Darstellungsgrößen aufzufangen. Im 12. Jahrhundert wurden den Aposteln demnach 2,5-Kopf-Portionen zugebilligt, im 18. Jahrhundert waren es bereits 4,28 Kopf-Portionen.





