Um Arzneimittel aus Artischocken herzustellen, musste die Pharmaindustrie bisher auf Importe oder auf Abfälle aus der Gemüseproduktion zurückgreifen. Industriell genutzt werden vor allem die Blätter.
Artischocken sollen in Deutschland verstärkt als Heilmittel angebaut werden. Das Gemüse wird bisher vor allem rund ums Mittelmeer kultiviert. In einem dreijährigen Test will die Universität Gießen herausfinden, welche der 20 angebauten Artischocken-Sorten die ideale Arzneimittelpflanze ist.
Präparate mit Inhaltsstoffen der Artischocke senken den Cholesterin-Spiegel, fördern die Fettverdauung und beugen Gallensteinen vor. “Bisher werden nur rund 50 bis 60 Hektar angebaut, das ist ein verschwindend geringer Anteil”, sagte der Pflanzenbau-Professor Bernd Honermeier am Mittwoch in Gießen. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt mit 400.000 Mark.
dpa





