Die verschiedenen Heilmittel zeugen davon, dass die Menschen vor 3500 Jahren neben ernsthaften Krankheiten auch kleinere Sorgen hatten, die dem heutigen Menschen nicht fremd sind. So findet man auf dem Papyrus etwa Rezepte gegen das Ergrauen und Ausfallen der Haare sowie Schönheitsmittel für eine glatte Haut.
Der Papyrus kam vor 129 Jahren in den Besitz der Universitätsbibliothek in Leipzig. Er ist angeblich der schönste und besterhaltene hieratische Papyrus. Das Hieratische ist eine kursive Form der Hieroglyphenschrift und wurde mit Pinsel oder Binsen aufgemalt. Der Schreiber des Ebers-Papyrus nutzte dafür sowohl schwarze als auch rote Tinte.
Die Universität bemüht sich derzeit darum, dass der Papyrus in die Unesco-Liste für das Weltkulturerbe aufgenommen wird. Im Zweiten Weltkrieg ging ein Teil des Papyrus verloren. Die Universität hofft jedoch, dass die Ausstellung dabei hilft, die verlorenen Teile wiederzufinden.
Der Ebers-Papyrus wird ab dem 14. Februar 2002 in der Leipziger Universitäts-Bibliothek in der Beethovenstraße 6 ausgestellt.





