Das Meer zog sich immer weiter zurück und konnte schließlich die Landbarrieren im Süden nicht mehr überwinden. Den großen Flüssen fehlte damit der Zugang zum Ozean. Die Folge: Die Sümpfe und Deltas trockneten aus oder wurden zu großen abflusslosen Binnenseen, ähnlich wie heute der Aralsee. Um sie herum bildeten sich steppenähnliche Landschaften. „Steppen” im heutigen Sinn waren das allerdings nicht, da die für diesen Lebensraum typischen Pflanzen noch nicht existierten. Vor allem gab es keinerlei Gräser, den Boden bedeckten vielmehr Farne und Nacktsamer. Vereinzelt standen Nadelbäume, Ginkgo-Verwandte und Araucarien in der offenen und leicht hügeligen Landschaft. In der Tierwelt kam es zu einem Machtwechsel: Aus Südamerika wanderte eine neue Tiergruppe ein – die Dinosaurier. Sie entwickelten sich zur erfolgreichsten Tiergruppe der folgenden 150 Millionen Jahre. Markante Vertreter der Dinosaurier in Deutschland waren vor über 200 Millionen Jahren so unterschiedliche Tiere wie der etwa büffelgroße Plateosaurier („schwäbischer Lindwurm”), ein vierbeiniger langhalsiger Pflanzenfresser, und der über zwei Meter große Liliensternus, ein zweibeiniger gefiederter Raubsaurier.
• Klima: ähnlich wie Heute in Zentralasien





