Die Auswertung zeigte bei den beiden Gruppen ein völlig unterschiedliches Bild. In der Gruppe mit Informationen über die Zahl der Downloads bildeten sich viel extremere Unterschiede in der Popularität der einzelnen Songs heraus als in der zweiten Gruppe. Viele Probanden orientierten sich offenbar bei der Bewertung eines Songs am Urteil anderer Hörer. So stiegen einige Songs auf der Beliebtheitsskala stark auf, während anderen weit absackten. Dieser soziale Faktor war kaum vorhersehbar: Welcher der Songs Erfolg hatte, erschien weitaus willkürlicher als in der anderen Gruppe, die ihre Bewertung einzig nach dem Höreindruck abgab.
Da in der realen Musikwelt das Marketing, die Medien und einige weitere Faktoren eine wesentliche Rolle spielten, ließen sich die Ergebnisse zwar nicht direkt in die Praxis übertragen, kommentieren die Forscher die Studie. Sie zeige jedoch, welch großen Wirkung der soziale Einfluss auf die Entscheidung jedes Einzelnen habe und wie schwierig dieser Effekt vorherzusagen sei. Das könne auch erklären, warum sich selbst Experten auf dem Musikmarkt oft mit der Voraussage schwertun, welcher Song ein Hit wird und welcher nicht.





