Auf diese Weise konnten sie drei Dürreperioden datieren, die bis zu zehn Jahre andauerten. Passend zu den archäologischen Daten, die drei Phasen des Zusammenbruchs der Maya aufzeigen, datierten die Forscher die Dürreperioden auf 810, 860 und 910 nach Christus. Diese Ergebnisse unterstützen die Theorie, dass Dürreperionen beim Untergang der Mayakultur eine wichtige Rolle spielten.
Die Zivilisation der Maya entwickelte sich zeitweise in extremer Trockenheit. Um genügend zu essen zu haben, waren sie von regelmäßigen Regenfällen abhängig. Die Sommer waren normalerweise regenreich, die Winter trocken. Für die regenarmen Zeiten hatten die Maya in ihren Siedlungen Wasserspeicher angelegt. Außerdem nutzten sie Gefälle aus, um das herablaufende Wasser über ein Kanalsystem zu verteilen. Doch diese Einrichtungen nützten ihnen wahrscheinlich während der jahrelangen Dürreperioden nicht mehr.
Um 750 nach Christus lebten nach Schätzungen der Archäologen drei bis dreizehn Millionen Maya. Zwischen 750 und 950 nach Christus verließen sie ihre dicht besiedelten Städte. Die so genannte Klassische Mayakultur fand hier ihr mysteriöses Ende.





