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Wie man im 19. Jahrhundert zum Idol wurde
Ausstellungen

Wie man im 19. Jahrhundert zum Idol wurde

Porzellanteller mit dem Porträt der hoch verehrten Königin Luise von Preußen (um 1910). · Foto: Germanisches Nationalmuseum / Monika Runge, Kat. Nr. 59

Die Verehrung bedeutender Persönlichkeiten ist kein Phänomen der Gegenwart. Bereits im 19. Jahrhundert entstanden um Künstler, Politiker und Wissenschaftler regelrechte Kultformen, die von Bildnissen, Souvenirs und einer wachsenden Medienöffentlichkeit getragen wurden. Die Ausstellung „Genie, Idol, Star. Verehrung im 19. Jahrhundert“ im Germanischen Nationalmuseum widmet sich diesem Phänomen noch bis zum 6. September 2026.
Autor
Redaktion
17. Juli 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Ausstellungen

Anhand von rund 170 Exponaten zeichnet die Schau nach, welche Formen der Personenverehrung sich herausbildeten und wodurch sich Genie, Idol und Star unterschieden. Verehrt wurden damals zunächst vornehmlich Männer wie Johann Wolfgang von Goethe, Ludwig van Beethoven, Alexander von Humboldt oder Otto von Bismarck. Frauen erlangten eher als Bühnenstars Anerkennung – so etwa die österreichische Tänzerin Fanny Elßler. Zugleich zeigt die Ausstellung, welche Rolle Druckgraphiken, Fotografien und andere Erinnerungsobjekte für die Verbreitung ihres Ruhms spielten – und wie eng Bewunderung, Vermarktung und öffentliche Inszenierung bereits damals miteinander verknüpft waren.

www.gnm.de

Germanisches Nationalmuseum / Monika Runge, Kat. Nr. 59

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