Anhand von rund 170 Exponaten zeichnet die Schau nach, welche Formen der Personenverehrung sich herausbildeten und wodurch sich Genie, Idol und Star unterschieden. Verehrt wurden damals zunächst vornehmlich Männer wie Johann Wolfgang von Goethe, Ludwig van Beethoven, Alexander von Humboldt oder Otto von Bismarck. Frauen erlangten eher als Bühnenstars Anerkennung – so etwa die österreichische Tänzerin Fanny Elßler. Zugleich zeigt die Ausstellung, welche Rolle Druckgraphiken, Fotografien und andere Erinnerungsobjekte für die Verbreitung ihres Ruhms spielten – und wie eng Bewunderung, Vermarktung und öffentliche Inszenierung bereits damals miteinander verknüpft waren.
Germanisches Nationalmuseum / Monika Runge, Kat. Nr. 59




