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Mythos friedliebende Schweiz?
Ausstellungen

Mythos friedliebende Schweiz?

Dieser Wandteppich (Jan und Willem Dermoyen, nach Bernard van Orley, 1528–1531) zeigt die Niederlage der Eidgenossen bei der Schlacht von Pavia. · Foto: Museo e Real Bosco di Capodimonte, Napoli

Bis heute pflegt die Schweiz das Selbstverständnis eines friedliebenden, neutralen Landes, das sich aus Kriegen und bewaffneten Konflikten heraushält. Tatsächlich jedoch haben Kriege vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart die Politik, Gesellschaft und Wirtschaft der Alpenrepublik nachhaltig geprägt. Dies zeigt die Ausstellung „Wir und der Krieg“, die noch bis zum 17. Januar 2027 im Landesmuseum Zürich zu sehen ist. Vom Rütlischwur bis zum Zweiten Weltkrieg beeinflussten Kriege das eigene Selbstverständnis und waren ein wichtiger Teil der Schweizer Geschichte.
Autor
Redaktion
17. Juli 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Ausstellungen

Dabei bekommt das eigene Selbstbild als Land, das seit jeher den Frieden und Fortschritt fördert, ernsthafte Risse. So zog die Schweiz über Jahrhunderte hinweg aus Kriegen immer wieder enorme Profite – nicht zuletzt durch eine starke Verflechtung in den internationalen Waffen- und Söldnerhandel. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt die Schau, dass politische Neutralität nicht bedeutet, dass Kriege die Schweiz nicht betrafen. Im Gegenteil: Gegen die Auswirkungen von Kriegen ist auch ein Land, das sich nicht aktiv an Kampfhandlungen beteiligt, keineswegs immun.

www.landesmuseum.ch/krieg

Museo e Real Bosco di Capodimonte, Napoli

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