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Die Vielfalt weiblicher Lebenswelten im Mittelalter
Ausstellungen

Die Vielfalt weiblicher Lebenswelten im Mittelalter

Wiborada schaut aus ihrer an die Kirche St. Mangen angebauten Zelle (Abbildung aus dem „Codex Sangallensis“ 602, um 1451–1460). · Foto: Stiftsbibliothek St.Gallen, Cod. Sang. 602, S. 324.

Anlässlich des 1100. Todestags der heiligen Wiborada widmet die Stiftsbibliothek St. Gallen ihre bis zum 8. November 2026 laufende Ausstellung „Frauen. Weibliche Lebenswelten im Mittelalter“ den Handlungsspielräumen von Frauen im Mittelalter. Ausgangspunkt ist der Lebensweg Wiboradas, die sich einst freiwillig als Inklusin in eine Zelle einschließen ließ. Von dieser Zelle aus soll sie im Jahr 926 den Abt vor einem Überfall der Ungarn gewarnt haben. Während er die Bewohner und Schätze des Klosters in Sicherheit brachte, blieb Wiborada zurück und erlitt das Martyrium. Schon bald für ihren Glaubenseifer verehrt und im Jahr 1047 von Papst Clemens II. heiliggesprochen, fand Wiborada noch jahrhundertelang eifrige Nachahmerinnen ihrer Lebensweise.
Autor
Redaktion
21. August 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Ausstellungen

Ausgehend von diesem außergewöhnlichen Leben fragt die Ausstellung nach der Lebensgestaltung von Frauen im Mittelalter – von Dienerinnen bis zu Königinnen. Welche Möglichkeiten boten sich ihnen? Und was verraten die Quellen über ihren Alltag? Während das Spätmittelalter vergleichsweise gut dokumentiert ist, sind Zeugnisse aus dem frühen Mittelalter rar. Zu den Höhepunkten der Schau zählen daher zwei um 400 entstandene Briefe von Christinnen, die eher zufällig überliefert wurden und eindrucksvolle Einblicke in die Alltagssorgen der beiden Frauen geben.

stiftsbezirk.ch/de/stiftsbibliothek/

Stiftsbibliothek St.Gallen, Cod. Sang. 602, S. 324.

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