Jüdische Sammler wie die Familie Hirschland, Paul und Clothilde Schüler, Martha und Walter Blank, Max Meirowsky, Antonie Lessing, Rosa Schapire und Margarete Mauthner gehörten zu den Ersten, die durch ihre Kaufentscheidungen progressive Kunstformen in Deutschland etablierten und Realismus, Impressionismus und Expressionismus hierzulande Anerkennung verschafften. Indem sie Künstler, Galerien, Kunstvereine und Museen unterstützten, standen sie häufig im Gegensatz zur offiziellen, konservativen Kunstpolitik des Kaiserreichs. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden sie verfolgt, entrechtet und ins Exil getrieben oder ermordet. Ihre Sammlungen wurden enteignet oder mussten unter wirtschaftlichem Druck verkauft werden. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Bilder und ihrer Besitzer. Sie zeigt zudem, dass das Wissen um die Provenienz nach 1945 teilweise verloren ging, in vielen Fällen aber auch bewusst verschleiert wurde.
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Privatarchiv Jens-Peter Ketelsen, Foto: Katharina Strauss





