Der Schwerpunkt der Aufnahmen liegt auf den Lebensrealitäten in Brandenburg vor und nach der Wende. Die Bilder zeugen von einer Gesellschaft im Umbruch und halten Spannungen fest, die bis heute nachwirken und aktuelle Fragen nach Freiheit, Identität und gesellschaftlichen Veränderungen prägen. Zugleich erzählen sie von den sehr unterschiedlichen Erfahrungen der Menschen in einer Zeit tiefgreifender politischer, wirtschaftlicher und sozialer Veränderungen, die je nach Lebenssituation ganz eigene Herausforderungen mit sich brachte. In den Kapiteln „Jungsein“, „Arbeit“, „Lebensräume“, „Körper“ und „Gewalt“ sind Werke von rund einem Dutzend Fotografinnen und Fotografen zu sehen, die zum Austausch über die Erfahrungen jener Jahre anregen sollen. Die Ausstellung richtet sich ausdrücklich auch an jene Besucher, welche die Jahre der Wende nur aus Büchern, Filmen und Erzählungen der Älteren kennen.
Christiane Eisler, Luxus Arbeit, 1990–1992, Sachsenring
Automobilwerke GmbH Zwickau, 1991





