Spätestens vor 50 000 Jahren hat der anatomisch moderne Mensch, Homo sapiens sapiens, seine afrikanische Heimat verlassen und den ganzen Erdball besiedelt. Daher definieren die Bevölkerungsstatistiker bei den Vereinten Nationen das Jahr 50 000 v.Chr. als den Nullpunkt der globalen Volkszählung.
Um 8000 v.Chr., als der Mensch sesshaft wurde und Ackerbau zu betreiben begann, dürften etwa 5 Millionen Menschen gelebt haben. Bis 1 n.Chr. war die Weltbevölkerung auf etwa 300 Millionen Menschen gewachsen. Man nimmt an, dass damals die Geburtenrate bei 80 Geburten pro 1000 Menschen lag. Bis zum 13. Jahrhundert sank sie auf 60 pro 1000 Menschen. Die Lebenserwartung im Jahr 1 n.Chr. betrug wegen der hohen Kindersterblichkeit durchschnittlich nur 10 Jahre und stieg dann langsam an. Um 1200 n.Chr. dürften rund 450 Millionen Menschen die Erde bevölkert haben. Dann flachte das Bevölkerungswachstum bis ins 17. Jahrhundert ab, vor allem als Folge der Pest.
Um 1800 überschritt die Weltbevölkerung die Milliardengrenze, zwischen 1900 und 2000 vervierfachte sie sich nahezu. Heute leben mehr als 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde, davon 20 Prozent in der Volksrepublik China. Für die Mitte dieses Jahrhunderts werden über 9 Milliarden Menschen prognostiziert. Das Population Reference Bureau in Washington summierte aus all diesen Schätzungen die Zahl der Menschen, die jemals auf der Erde lebten, im Jahr 2002 auf mehr als 100 Milliarden.





