Die Nachfolger von Einstein, Planck und Heisenberg warten sehnsüchtig auf eine erneute Revolution in der Physik. Vor rund 100 Jahren starteten die Forscher ihre Expedition in die Welt der winzigen Bausteine, aus denen sich die Materie zusammensetzt. Und als sie vor vier Jahren mit dem Beschleuniger LHC das Higgs-Teilchen nachwiesen, waren sie fertig. Das Higgs-Teilchen war der letzte fehlende Baustein im Standardmodell der Materie. Und trotzdem ist allen klar, dass es das nicht gewesen sein kann. Um nur zwei Probleme zu nennen: Die Relativitätstheorie passt nicht zur Quantentheorie, und neben der normalen Materie gibt es andere Materieformen im Universum, die man bisher mangels Kenntnissen Dunkle Materie und Dunkle Energie nennt. Inzwischen gibt es viele weiterführende Theorien dazu – mathematisch ausgefeilt, aber eben auch spekulativ. Was die Physiker dringend bräuchten, sind neue Spuren, die ihnen zumindest eine grobe Richtung zum Weiterdenken weisen. Jüngst hatten die Forscher in den Daten des LHC etwas entdeckt, aber auf einer Fachtagung gaben sie diese Woche Entwarnung: Es handelte sich nur um eine zufällige Schwankung. Die “Neue Zürcher Zeitung” erklärt die allgemeine Enttäuschung. Und wer einen Eindruck davon bekommen will, wie solche Fachtagungen aussehen, kann sich direkt beim Presseteam des LHC informieren.
Von Zahnärzten empfohlen, aber . . .
Sollte man Zahnseide benutzen, um sich vor Karies zu schützen? Die Nachrichtenagentur AP ist der Frage nachgegangen und hat herausgefunden, dass die Wirksamkeit der Zahnseide bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Viele deutsche Medien haben die Geschichte aufgegriffen: Die “Süddeutsche Zeitung” gibt einen guten Überblick des Für und Wider, und in der “Zeit” gibt es noch eine Glosse über den Zahnarztbesuch im Allgemeinen. Bei dieser Gelegenheit kann man noch ein etwas älteres Stück erwähnen, in dem es ebenfalls um einen falsch verstandenen Toilettenartikel geht: die Wattestäbchen, die man sich eben nicht ins Ohr stecken soll. Wozu sie eigentlich gedacht sind, steht in der “Washington Post”.
Neuartige Mücken gegen Zika
In Florida könnten demnächst gentechnisch veränderte Mücken ausgesetzt werden, um die Zahl der Insekten zu reduzieren und damit die Zika-Epidemie einzudämmen. Das letzte Wort haben die Bürger der Gemeinde, in der der Freilandversuch geplant ist, aber die Gesundheitsbehörde FDA hat schonmal grünes Licht gegeben. Einen Überblick zum geplanten Test gibt das Portal “Transgen”.





