Warum Windräder trotz Wind stillstehen
Das “Hamburger Abendblatt” ist der Frage nachgegangen, warum Windräder so oft stillstehen, obwohl der Wind weht. Das liegt zum einem am nicht ausgebauten Stromnetz, das manchmal überlastet ist und geschont werden muss. Es liegt aber auch daran, dass mancher Energieversorger lieber Windräder abschaltet als ein großes Kohlekraftwerk mühsam herunterzufahren. Der “Medien-Doktor Umwelt” hat den Beitrag mit fünf von fünf möglichen Sternen bewertet – ein seltenes Lob der Gutachter. Der Artikel ist auf der Seite des Abendblatts kostenpflichtig. Man findet ihn auch für wenig Geld beim digitalen Kiosk Blendle in der Abendblatt-Ausgabe vom 22. August.
Streit ums Anthropozän
Unter Geologen wird seit einiger Zeit diskutiert, ob der Mensch die Erde inzwischen so stark verändert hat, dass man von einer neuen Erdepoche sprechen muss: dem Anthropozän. Später wird man unsere Zeit im Erdboden gut erkennen können: beispielsweise anhand des radioaktiven Fallouts der vielen Atomtests im 20. Jahrhundert. Doch genügt das als wissenschaftliche Definition einer Erdepoche? Oder handelt es sich eher um einen politischen Begriff in der Debatte um Nachhaltigkeit? In einem Überblick auf “Spiegel Online” werden diese Fragen eher skeptisch beantwortet: “Warum also wird das Zeitalter nicht einfach beschlossen? Die Antwort scheint so einfach wie drastisch zu sein: Weil die Ausrufung des Anthropozäns schlechte Wissenschaft wäre”, heißt es dort. Eine optimistischere Darstellung findet sich in diesem älteren (kostenpflichtigen) Artikel der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”.
Gräuel der Sklaverei
Alexander von Humboldt war einmal in einen US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf verstrickt. Seine Äußerungen zur Sklaverei – er lehnte sie strikt ab – wurden dort missbraucht, und Humboldt beschwerte sich heftig. Die “Süddeutsche Zeitung” beschreibt nun, wie Humboldt vor 200 Jahren Kuba und die USA bereiste, erforschte und auch politisch bewertete. Grundlage ist ein neues Langzeitprojekt: Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften wird die Tagebücher und Briefe Humboldts aus dieser Zeit kommentiert herausgeben. Nach und nach wird so das Arbeiten und Denken des jungen Naturforschers und Weltreisenden rekonstruiert.





