In der neuen Ausgabe von “bild der wissenschaft”, die am Dienstag erscheint, berichten wir ausführlich über die Möglichkeiten der neuen Methode CRISPR – vor allem in der Medizin – und die ethischen Fragen, die sich beim erleichterten Eingriff ins Erbgut ergeben. Gentechnisch veränderte Pflanzen haben wir dort ausgeklammert. Der “Deutschlandfunk” widmet aber diesem Thema eine eigene Sendung. Dort kommt zum Beispiel der Grünen-Abgeordnete Harald Ebner zu Wort. Er kritisiert die Haltung, dass mit CRISPR veränderte Pflanzen nicht als gentechnisch verändert zählen dürften, weil man den Eingriff ins Erbgut anschließend nicht mehr nachweisen könne. Er vergleicht die manipulierten Pflanzen mit täuschend echtem Falschgeld und sagt: “Dann würde man auch nicht sagen: Ja dann ist es ja auch egal, sieht ja aus wie das echte.”
Politische Kämpfe über die Gesundheit
Gesundheit ist oft auch Politik, und in dieser Woche beleuchten zwei Artikel diesen Zusammenhang auf ganz unterschiedliche Weise. Im Blog “Gesundheits-Check” fasst der Autor die neue Debatte über die Homöopathie zusammen , die nach drei Todesfällen in einer alternativen Krebsklinik aufkam (obwohl die Fälle nichts mit Homöopathie zu tun hatten). In knappen Sätzen umreißt er, wie und mit welchen Argumenten sich die Vorsitzenden von Verbänden und Firmen positionieren.
Und das “Deutsche Ärzteblatt” stellt eine historische Untersuchung vor, der zufolge ein Verband der US-amerikanischen Zuckerindustrie in den 1950er- und 60er-Jahren Studien beauftragte, um die Aufmerksamkeit vom Zucker auf Fette zu lenken. Sie müsse man vermeiden, um die Rate der Herzinfarkte zu senken, sollte die Botschaft damals lauten. Der Fall erinnert an die Tabakindustrie, die ebenfalls mit bezahlten Wissenschaftlern versuchte, ihr Produkt in ein besseres Licht zu rücken. Ihre Geschichte steht im Buch “Die Machiavellis der Wissenschaft”.
Kennen Sie Tribbles?
Zwei Meldungen aus dem Bereich Weltall ergänzen unser Programm: Der Satellit Gaia, der die Sterne der Milchstraße kartieren soll, hat die erste Karte mit einer Milliarde Objekten präsentiert. Er wird auch die Bewegung vieler Sterne verfolgen, so dass Astronomen berechnen können, wie sich unsere Heimatgalaxie entwickelt hat. Das Portal “Scinexx” gibt einen Einblick in die Arbeit und zeigt natürlich auch die Sternenkarte. Auf den “ScienceBlogs” nimmt eine Biologin wiederum den 50. Geburtstag der TV-Serie “Raumschiff Enterprise” zum Anlass, eine beliebte Lebensform aus dem “Star Trek”-Universum fachgerecht zu beschreiben: die süßen Tribbles.





