Hier setzt der Philosoph Thomas Metzinger ein: “Wenn wir ehrlich sind, wissen wir nicht, wohin uns das kulturell, gesellschaftlich und psychologisch … führen wird”, wird er in der “Welt” zitiert. Metzinger befürchtet, dass die Grenzen zwischen Scheinwelt und Realität verschwimmen, und fordert daher einen ethischen Kodex für die virtuelle Realität: Dort sollte in der Regel verboten sein, was auch im echten Leben verboten ist.
Wie wir wurden, was wir sind
Letzten Sonntag startete das ZDF einen Dreiteiler zu den “Sternstunden der Evolution”. In der ersten Folge erklärte der Moderator Dirk Steffens, wie sich das menschliche Auge Schritt für Schritt entwickelte – und wie es bei anderen Lebewesen andere Formen annahm, weil es ihnen dadurch einen Überlebensvorteil bot. Es ist ein ständiges Wettrüsten: Die Zebras haben zum Beispiel ihr Streifenmuster entwickelt, weil sie damit die Augen von Tsetsefliegen überlisten und von den Plagegeistern nicht mehr so gut erkannt werden. Die erste Folge der TV-Dokumentation ist noch in der ZDF-Mediathek zu sehen. In der zweiten Folge am 4. September um 19.30 Uhr geht es um Fortpflanzung und Sex.
Das Mammut auferstehen lassen?
Auf unserem Portal wissenschaft.de ging es in dieser Woche mehrmals um ausgestorbene Lebewesen: Wir stellten die möglicherweise ältesten Fossilien der Welt vor – sie bringen es auf 3,7 Milliarden Jahre. Wir erklärten auch, woran der Frühmensch Lucy gestorben ist: Die drei Millionen Jahre alte Hominidin ist vermutlich vom Baum gestürzt. Und wir präsentierten Regeln für das Klonen ausgestorbener Tiere wie Mammuts und Säbelzahntiger, die einen echten “Jurassic Park” ausschließen würden. Nötig wird diese Diskussion, weil mit den neuen Werkzeugen der Gentechnik vieles in Reichweite rückt. In der Oktoberausgabe von “bild der wissenschaft” widmen wir uns übrigens im Titelthema der neuen Genschere CRISPR.





