Torwart unter Druck: Tendenz nach rechts
Niederländische Forscher haben eine Entdeckung gemacht, die vielleicht beim WM-Halbfinalspiel Niederlande-Argentin ein am Mittwoch eine Rolle gespielt haben könnte: Steht ein Torwart stark unter Druck, weil seine Mannschaft während des Elfmeterschießens im Rückstand ist, neigt er dazu, sich eher nach rechts als nach links zu werfen. Dahinter steckt offenbar eine generelle Tendenz der linken Hirnhälfte, bei automatischen Reaktionen zu übernehmen und da die linke Hirnhälfte die rechte Körperseite steuert, wirkt sich das in einem deutlichen Rechtsdrall aus. Die Auswertung der Forscher von insgesamt 204 Schüssen in 22 Spielen zeigte: Gab es einen Rückstand einer Mannschaft, warf sich deren Keeper in 71 Prozent der Fälle nach rechts und nur in 29 Prozent nach links – lagen die Teams dagegen gleichauf oder führte das eigene Team, war die Häufigkeit von rechts und links praktisch gleich groß. Zum vollständigen Artikel
Verschrieene Schiedsrichter-Entscheidungen
Schiedsrichter lassen sich vom lautstarken Gebrüll der Fans beeinflussen – so das Fazit deutscher Forscher, die zahlreiche Schiedsrichterentscheidungen im Zusammenhang mit der Geräuschkulisse analysiert haben. Demnach ziehen die Männer in Schwarz umso häufiger die gelbe Karte, je lauter der Aufschrei ist, der nach einem Foul durchs Stadion geht. Eine Mannschaft, die mehr Anhänger im Stadion hat, könnte durch diesen Effekt also einen kleinen Vorteil besitzen. Die Forscher hatten 20 Schiedsrichter gebeten, 56 Videos von Foul-Szenen zu beurteilen, die auf dem Spielfeld in der Hälfte der Fälle eine gelbe Karte zur Folge hatte. Im Test variierten die Wissenschaftler jedoch die Lautstärke der Zuschauergeräuschkulisse. Und siehe da, vor dem Fernseher zückten Schiedsrichter bei hoher Lautstärke signifikant häufiger die gelbe Karte als ohne das Fan-Gebrüll. Die Forscher vermuten, dass die Referees den Lärm als Hinweis auf die Schwere des Fouls werten, ohne sich dessen bewusst zu sein. Zum vollständigen Artikel
Von wegen „die armen Kleinen”
Eine weitere kuriose Feststellung zum Thema Schiedsrichter-Psychologie haben Forscher der Erasmus Universität in Rotterdam gemacht: In unübersichtlichen Foul-Situationen gibt der Schiedsrichter demnach häufiger dem größeren Spieler die Schuld. Die Wissenschaftler hatten zahlreiche Foul-Szenen in der Bundesliga, der Champions League und aus Weltmeisterschaften analysiert. Niels van Quaquebeke erklärt: „Wenn bei einem Foul nicht sofort klar ist, wer Opfer und wer Täter ist, muss der Unparteiische auf seinen Instinkt vertrauen. Und aus der Evolutionsforschung ist ja hinreichend bekannt, dass größeren Menschen mehr Dominanz und Aggression zugeschrieben werden.” Daher werde der kleinere Spieler seltener bestraft. Zum vollständigen Artikel





