Ein kontroverses Platzproblem
Die “Ausschuss-Funde” könnten dann entweder kostengünstig gelagert oder aber abgegeben werden – an öffentliche Einrichtungen oder durch den Verkauf. Das Geld könnte dann für Erhalt und Erforschung der wirklich wichtigen archäologischen Objekte ausgegeben werden. Möglicherweise würde dieses Konzept sogar den illegalen Antiken-Handel eindämmen, meint Karl.
Die Vorstellung von Altertümern mit Preisschild stößt allerdings bei einigen seiner Kollegen auf Unbehagen, wie der bdw-Artikel ausführt. Die sächsische Landesarchäologin Regina Smolnik hält beispielsweise nichts von dem Konzept der “Entsammlung”, obwohl auch besonders in Deutschland die Fundarchive überquellen. Ihr Fazit lautet: Funde müssen zugänglich bleiben, damit man sie in Zukunft mit neuen Methoden untersuchen kann. “Wie sollen wir heute entscheiden, was später einmal wichtig wird?” so Smolnik. Auch aus rechtlichen Gründen und Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung sind Lösungen für das archäologische Platzproblem eine knifflige Herausforderung, berichten Husemann und Wieloch.
Den vollständigen Artikel “Verkaufen oder horten?” finden Sie in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.





