Am 1. Mai 305 traten Diokletian und sein Mit-Augustus Maximian wie geplant zurück, ihre Caesaren rückten nach und ernannten neue Unterkaiser. Diokletian selbst lebte fortan zurückgezogen an der dalmatinischen Küste. Doch als 306 der Augustus Constantius starb, proklamierten seine Soldaten in alter Manier dessen Sohn Konstantin zum Kaiser; gleichzeitig verlangten die Prätorianer in Rom, dass der Sohn des zurückgetretenen Maximian ebenfalls herrschen sollte.
In den folgenden Jahren griff Diokletian wiederholt ein, um sein System zu retten. Doch der Dynastiegedanke war zu stark, und ohne ihren Schöpfer überlebte die Tetrarchie nicht. Im Jahr 312 setzte sich ein alleiniger Herrscher durch, ebenjener Konstantin, mit dessen Ausrufung die Tetrarchie ins Wanken geraten war und der als „der Große“ in die Geschichte einging.





