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Konstantin sichert seine Macht
Zeitpunkte · 325 n. Chr. 325

Konstantin sichert seine Macht

Münzbildnis des römisch-byzantinischen Kaisers Konstantin I., des Großen (Silbermedaillon, um 315). · Foto: akg-images

Im Jahr 325 n. Chr. war das Römische Reich unter Konstantin I. zum ersten Mal seit rund 40 Jahren wieder vereint. Zuvor hatten sich zwei Hauptkaiser (Augusti) mit ihren jeweiligen Stellvertretern (Caesares) die Herrschaft geteilt. Seinen Mit-Augustus Licinius hatte Konstantin soeben in einem Bürgerkrieg besiegt. Nun förderte er massiv das Christentum – und ließ im folgenden Jahr, 326, seinen Sohn und Caesar Crispus und wenige Monate später Fausta, seine eigene Ehefrau und Crispus’ Mutter, hinrichten
Autor
Redaktion
17. Juli 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Die Gründe dafür sind bis heute unklar. Erst deutlich spätere Quellen unterstellen, Mutter und Sohn hätten ein inzestuöses Verhältnis unterhalten, was dem gläubigen Konstantin unerträglich war. Vor allem christliche Schriftsteller waren bemüht, die brutale Bluttat des Kaisers zu rechtfertigen. Die Wahrheit dürfte banaler sein. Cris-pus hatte 324 einen wichtigen Sieg in einer Seeschlacht errungen und stellte nach diesem Triumph für seinen Vater und dessen fragile Macht eine Bedrohung dar.

Über Jahrzehnte hatte Konstantin genau registriert, wie schnell Loyalitäten – auch in Familien – umschlagen können. Er hatte Crispus 317 zum Caesar ernannt, als dies im Rahmen der Tetrarchie üblich gewesen war. Damals hatte er demonstriert, dass mit dem Jungen ein Nachfolger bereitstand. Neun Jahre später bedeutete Machtsicherung für Konstantin, keinen Rivalen mehr neben sich zu dulden.

akg-images

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