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Sendestart im Kalten Krieg
Zeitpunkte · 1. Mai 1951

Sendestart im Kalten Krieg

Flucht im Sportflugzeug: „Radio Free Europe“ interviewt ein tschechisches Lehrerpaar (Foto von 1958). ullstein bild – United Archives

Am 1. Mai 1951 begann in München der reguläre Sendebetrieb von „Radio Free Europe“. Getragen wurde er vom „National Committee for a Free Europe“, einer US-amerikanischen Organisation, die im Systemkonflikt des Kalten Kriegs die kommunistische Herrschaft in Osteuropa auch medial herausfordern wollte. Das Komitee fungierte dabei faktisch als CIA-Briefkastenfirma – ein Beleg dafür, wie eng Medienarbeit und Geheimdienstinteressen in dieser Phase miteinander verwoben waren.
Autor
Redaktion
01. Mai 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

In der Oettingenstraße 67 unweit des Englischen Gartens arbeiteten Redaktion und Technik. Von dort aus richtete sich „Radio Free Europe“ vor allem an Hörer im sowjetisch dominierten Ostblock. Nachrichten, Kommentare und kulturelle Beiträge prägten das Programm. Viele Emigranten produzierten die Sendungen und brachten ihre Erfahrung aus den Herkunftsländern ein. Regierungen im Osten versuchten, die Ausstrahlungen zu stören oder ganz zu blockieren. „Radio Free Europe“ setzte dabei auf Kurzwelle, die das Signal über große Distanzen senden konnte und sich der staatlichen Kontrollen im Osten damit entziehen ließ. Zudem besaßen bereits Millionen Menschen Geräte, die diese Frequenzen empfingen. Im Westen galt „Radio Free Europe“ als wichtiges Instrument, um Informationsräume offenzuhalten. Nach der Öffnung des Ostblocks zog „Radio Free Europe“ 1995 nach Prag, um den Wandel in der Region direkt zu begleiten.

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