In der Oettingenstraße 67 unweit des Englischen Gartens arbeiteten Redaktion und Technik. Von dort aus richtete sich „Radio Free Europe“ vor allem an Hörer im sowjetisch dominierten Ostblock. Nachrichten, Kommentare und kulturelle Beiträge prägten das Programm. Viele Emigranten produzierten die Sendungen und brachten ihre Erfahrung aus den Herkunftsländern ein. Regierungen im Osten versuchten, die Ausstrahlungen zu stören oder ganz zu blockieren. „Radio Free Europe“ setzte dabei auf Kurzwelle, die das Signal über große Distanzen senden konnte und sich der staatlichen Kontrollen im Osten damit entziehen ließ. Zudem besaßen bereits Millionen Menschen Geräte, die diese Frequenzen empfingen. Im Westen galt „Radio Free Europe“ als wichtiges Instrument, um Informationsräume offenzuhalten. Nach der Öffnung des Ostblocks zog „Radio Free Europe“ 1995 nach Prag, um den Wandel in der Region direkt zu begleiten.





