Es hätte ein langes und zähes Konklave werden können, doch bereits am Tag danach wurde die Wahl eines neuen Papstes bekanntgegeben: Giovanni della Rovere hatte bereits im ersten Wahlgang 37 der 38 Stimmen (alle minus seine eigene) erhalten. Dass es im Vorfeld zu Absprachen gekommen war und Giovanni sich die Stimmen der Opposition gekauft und damit die Wahl beschleunigt hatte, gilt als wahrscheinlich. Giovanni della Rovere nahm den Papstnamen Julius II. an und wurde nach einer Sedisvakanz von 39 Tagen am 26. November 1503 gekrönt. Den Ämterkauf, die sogenannte Simonie, der ihm auf den Apostolischen Stuhl geholfen hatte, ließ er kurz nach seiner Wahl verbieten. Die Nachwelt verbindet mit Julius II. weniger Frömmigkeit als Förderung der Renaissancekunst: In sein Pontifikat fällt die Grundsteinlegung für den Bau des neuen Petersdoms. Ebenso beauftragte er den Künstler Michelangelo mit der Ausmalung der Sixtinischen Kapelle. Außerdem war Julius II. Gründer seiner persönlichen Leibwache, der Schweizergarde, die 1506 das erste Mal aufmarschierte.





