Als der spanische Gouverneur Juan Francisco Treviño 1675 die Stammesreligion der Ureinwohner verbot, 47 Medizinmänner der Pueblo wegen angeblicher Hexerei gefangen nehmen und mehrere von ihnen hinrichten ließ, begannen sich die Unterdrückten zu wehren. Sie sammelten sich hinter dem religiösen Anführer Popé (auch Po’pay) vom Stamm der Tewa Pueblo. Popé war ein flammender Redner und gewann immer mehr Pueblo verschiedener Stämme für die sorgsam geplante gleichzeitige Zerstörung spanischer Siedlungen.
Am 10. August 1680 entlud sich die angestaute Wut in einer Revolte bisher unbekannten Ausmaßes: In elf Tagen gelang den Aufständischen tatsächlich die gewaltsame Vertreibung der Spanier. Etwa 400 von ihnen wurden getötet. Popé ernannte sich zum Gouverneur aller Pueblo und setzte sich zum Ziel, alle Spuren der Europäer und des Christentums zu beseitigen. Die Spanier eroberten New Mexico seit 1692 zwar zurück, zeigten sich gegenüber der einheimischen Religion und Kultur aber toleranter als zuvor.





