Der Neubeginn war auch politisch aufgeladen: Der Sport sollte demokratische Teilhabe, Fairness und Gemeinsinn einüben – nach Jahren der Instrumentalisierung durch die NS-Diktatur. Gemeinsam mit dem Nationalen Olympischen Komitee organisierte der DSB die Rückkehr auf die internationale Bühne; ab 1952 starteten wieder deutsche Teams, später sogar als gemeinsame Mannschaft mit der DDR (1956–1964). In den 1960er und 1970er Jahren trieb der DSB den Ausbau der Sportinfrastruktur voran, unterstützte Talente, popularisierte Bewegung – von Schulsport bis „Trimm Dich“. Zugleich rang er um Regeln, Finanzierung und Ehrenamt – und mit den Schattenseiten des Erfolgs. 2006 ging der DSB im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) auf. Der Gründungstag von 1950 markierte jenen Moment, in dem Sport in der Bundesrepublik nicht nur wieder gespielt, sondern auch gesellschaftlich verankert wurde.





