Am 13. Juli 1024 war mit Kaiser Heinrich II. der letzte Herrscher der ottonischen Dynastie verstorben. Er hinterließ keine Kinder. Da er bereits seit ungefähr dem Jahr 1000 mit Kunigunde aus dem Haus der Grafen von Luxemburg verheiratet war und ein Vierteljahrhundert lang vergeblich auf Nachwuchs gewartet hatte, dürften die Zeitgenossen schon lange die Hoffnung auf eine geregelte Nachfolge aufgegeben haben.
Heinrich II. selbst hatte mit der Gründung und der reichen Ausstattung des Bistums Bamberg aus persönlichem Besitz schon 1007 zum Ausdruck gebracht, die Kirche allein als seine Erbin einsetzen zu wollen. Leibliche Nachfolger erwartete er offenkundig damals schon nicht mehr. Und dennoch traf der Tod des kaum 50-jährigen Herrschers das Reich im Sommer 1024 offenbar unvorbereitet, wenn wir den Worten des gutinformierten Biographen Konrads II., des Kaplans Wipo, Glauben schenken dürfen.





