1024: Anfänge einer umstrittenen Dynastie - wissenschaft.de | DAMALS
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
1024: Anfänge einer umstrittenen Dynastie
Mit Konrad II. beginnt im September 1024 die Reihe der vier Kaiser aus der salischen Dynastie. Über 100 Jahre sollten sie über das römisch-deutsche Reich herrschen. Dabei war die Wahl des ersten Saliers als Nachfolger des letzten Ottonen Heinrich II. keinesfalls vorhersehbar, sondern eher eine kleine dynastische…
Letzter kostenloser Artikel3/3
Am 13. Juli 1024 war mit Kaiser Heinrich II. der letzte Herrscher der ottonischen Dynastie verstorben. Er hinterließ keine Kinder. Da er bereits seit ungefähr dem Jahr 1000 mit Kunigunde aus dem Haus der Grafen von Luxemburg verheiratet war und ein Vierteljahrhundert lang vergeblich auf Nachwuchs gewartet hatte, dürften die Zeitgenossen schon lange die Hoffnung auf eine geregelte Nachfolge aufgegeben haben.
Heinrich II. selbst hatte mit der Gründung und der reichen Ausstattung des Bistums Bamberg aus persönlichem Besitz schon 1007 zum Ausdruck gebracht, die Kirche allein als seine Erbin einsetzen zu wollen. Leibliche Nachfolger erwartete er offenkundig damals schon nicht mehr. Und dennoch traf der Tod des kaum 50-jährigen Herrschers das Reich im Sommer 1024 offenbar unvorbereitet, wenn wir den Worten des gutinformierten Biographen Konrads II., des Kaplans Wipo, Glauben schenken dürfen.
Ein Kaiser ohne Nachfolger, das „Wanken des Reichs“ und die hektische Suche nach Lösungen
Der Geschichtsschreiber berichtet im Anschluss an die Nachricht vom Tod Heinrichs II.: „Nach dem Tod des Kaisers geriet das Reich sofort, gleichsam vereinsamt nach dem Tod des Vaters, ins Wanken. Den Besten bereitete dies Angst und Schrecken, den Schlechten aber gab es Hoffnung darauf, das Reich in Verwirrung zu stürzen. Doch hatte die göttliche Vorsehung den Anker der Kirche Männern, Bischöfen und solchen Steuermännern anvertraut, die nötig waren, um zu dieser Zeit das Vaterland ohne Hochmut in einen ruhigen Hafen zu lenken. Denn weil der Kaiser ohne Kinder verschieden war, versuchte jeder mächtige weltliche Fürst mehr mit Gewalt als mit Geist, entweder der Erste oder aber in irgendeiner Absprache der Zweite hinter dem Ersten zu werden. Deswegen schlich sich Zwietracht fast in das gesamte Reich, so dass es fast überall Mord, Brandschatzung und Raub gegeben hätte, hätte dies nicht der Einsatz vorbildlicher Männer verhindert. Die Kaiserin Kunigunde hat, obwohl der Kraft ihres Mannes beraubt, dennoch mit dem Rat ihrer Brüder, des Bischofs Dietrich von Metz und des Herzogs Heinrich von Bayern, nach Kräften das Reich gestützt und ihre ganze Kraft auf die Wiederherstellung der Herrschaft ausgerichtet.“
Selbst Wipo, der sich als enger Vertrauter Konrads II. erkennbar um eine positive und legitimierende Darstellung seines Protagonisten bemühte, kann nicht verhehlen, dass der Übergang von Heinrich II. auf Konrad II. alles andere als geschmeidig verlaufen war. Allem Anschein nach war es weder Heinrich II. zu seinen Lebzeiten noch seiner Witwe mit ihren mächtigen Verwandten geglückt, die Nachfolge geräuschlos vorzubereiten. Wipo kommt nicht umhin, anschließend die Namen einer Vielzahl weiterer Fürsten aneinanderzureihen, die sich an den Diskussionen beteiligten. Obwohl sich die Eliten also schon seit Jahren darauf hatten vorbereiten können, dass Heinrich II. ohne Erben und Nachfolger versterben würde, schien sein Tod dann doch alle zu überraschen.
Mehr aus Geschichte & Archäologie
Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Geschichte & Archäologie.
Wipo beschreibt die hektische Suche nach Lösungen: „Die genannten Bischöfe, Herzöge und weitere mächtige Fürsten … erkundeten und sammelten mit Hilfe von Gesandten und Briefen private Pläne und Absichten der Fürsten, eruierten, wem jeder einzelne zustimmte, wem jemand widersprach und welchen Fürsten sich jeder als Herrscher wünschte – und all dies nicht umsonst. Denn es ist ein Beleg für Voraussicht, geheim vorzubereiten, was man öffentlich fordert. Und die Planung vor dem Ereignis ist der Samen späterer Ernte.“
Der darauffolgende Bericht lässt erkennen, wie sich am 4. September 1024 in Kamba am Rhein gegenüber von Oppenheim zwei Kandidaten herausgeschält hatten, die beide aus der salischen Dynastie stammten, beide Konrad hießen und Cousins waren. Diese beiden hätten sich schließlich friedlich geeinigt und gegenseitige Unterstützung zugesagt, so dass sich der Bericht wie eine stringente, konsensuale Wahl des neuen Königs liest.
Nach dem Aussterben der ottonischen Dynastie, die seit über 100 Jahren die Geschicke des Reiches gelenkt hatte, wurde der Neuanfang mit den Saliern als wenig revolutionär und eher natürlich dargestellt. Allerdings wird auch deutlich, was uns Wipo alles nicht so genau erzählen wollte.
Immerhin lehrt er, wie damals generell Thronfolgen geregelt wurden, sofern die Vorgänger nicht schon zu Lebzeiten ihre eigenen Söhne zu Mitkönigen hatten wählen lassen und damit die Nachfolge gesichert war. Zuletzt hatte das Reich im Jahr 1002 nach dem söhnelosen Tod Ottos III. eine solche offene Thronfolge bewältigen müssen. Nicht ohne heftige Auseinandersetzungen hatte sich damals Heinrich II. durchsetzen können.
Nun stand das Reich erneut vor demselben Dilemma. Es fällt auf, wie wenig die Netzwerke um Heinrich II. zu melden hatten. Seine Witwe Kunigunde und ihre Brüder erwähnt Wipo zwar, mit den beiden salischen Konraden läuft es am Ende aber gerade auf zwei ausgesprochene Gegner Heinrichs II. hinaus, hatte dieser doch über lange Zeit hinweg die Salier konsequent brüskiert, obwohl diese einen hohen Rang im Reich für sich beanspruchten.
Das spätere Herrscherhaus muss einen steinigen Weg zurücklegen
Denn spätestens mit der Hochzeit des salischen Vorfahren Werner mit einer engen Verwandten, wahrscheinlich einer Schwester König Konrads I. (gest. 919), hatten die Salier an Rang und Einfluss gewonnen. Werners Sohn Konrad „der Rote“ konnte Besitzungen um Speyer, Worms und Frankfurt akkumulieren, das Herzogtum Lothringen erwerben und zudem über die Ehe mit einer Tochter Ottos des Großen (gest. 973) in die höchste Elite des Reiches aufsteigen. Deren gemeinsamer Sohn trug den Namen des kaiserlichen Großvaters, von dem er zudem großzügig gefördert wurde. Worms wurde vorerst zur ehrenvollen Grablege der Salier ausgebaut, Bann- und Zolleinkünfte der Stadt fielen den Saliern zu, so dass Otto heute unter dem Beinamen „von Worms“ firmiert.
In Klostergründungen von Sankt Lambrecht im Speyergau und in Zell bei Worms und in der Ausübung von Vogteirechten wird eine starke Herrschaftsverdichtung der Salier um Worms und Speyer sichtbar. Diese hielt auch an, als Otto von Worms unter Kaiser Otto II., seinem Onkel, in Ungnade fiel.
Dieser verlieh ihm 978 das entlegene Herzogtum Kärnten, welches Otto 983 allerdings wieder abtrat. Diesen Rangverlust kompensierte er mit dem merkwürdigen, erstmals überhaupt belegten Titelherzogtum eines Wormatiensis dux Francorum, eines Wormser Herzogs der Franken. Weder wurde bis dahin ein Herzogstitel mit einer Stadt versehen (Wormatiensis), noch gab es den Titel des Frankenherzogs.
Der derart ausgebremste Aufstieg der Salier geriet noch mehr ins Stocken, als der Sohn Ottos von Worms mit Namen Heinrich frühzeitig, vor seinem Vater, starb und nun die Konkurrenz zwischen Heinrichs minderjährigem Sohn Konrad (dem späteren Kaiser Konrad II.) und Heinrichs Bruder Konrad, dem Herzog von Kärnten, den Zusammenhalt der Dynastie gefährdete.
Als 1004 auch Otto von Worms verschied, verlor sein Enkel Konrad einen wichtigen Beistand. Die Führung des salischen Hauses lag nun in der Hand Konrads von Kärnten, der seinerseits bereits einen Sohn gleichen Namens hatte.
Fast gleichzeitig hatte 1002 Heinrich II. die Königsherrschaft übernommen – mit der erkennbaren Absicht, die Königsgewalt zu stärken. Dazu zählte auch der Zugriff auf die Bischofsstädte, was schon 1002 dazu führte, dass der alternde Otto von Worms die Salierburg in seiner Stadt abtreten musste und als Gegenleistung den Königshof in Bruchsal mit dem Königsforst Lußhardt erhielt.
Der Knabe und Halbwaise, der spätere Kaiser Konrad II., hatte also seinen Vater, 1004 seinen Großvater und zudem die Familienburg in Worms verloren. Dass ausgerechnet er einmal die Kaiserkrone tragen sollte, dürfte in diesen Jahren schlicht unvorstellbar gewesen sein.
Die Vita des Bischofs Burchard von Worms (gest. 1025) berichtet, dass dieser als Vormund, Erzieher und wichtiger Berater die so hinterlassene Lücke füllte. Innerdynastisch verbesserte sich die Position des jungen Saliers, als 1011 auch Konrad von Kärnten früh verstarb. Die Sorge für dessen minderjährigen, damals wohl kaum zehnjährigen Sohn, Konrad den Jüngeren, übernahm jetzt sein Cousin, Konrad der Ältere, als ältester männlicher Nachkomme Ottos von Worms.
Beide Konrade wurden offenkundig von Heinrich II. als Konkurrenten und Gegner betrachtet. Entschieden hielt der König den Einfluss der Salier klein. Das Amt des Herzogs konnten sie unter diesem Herrscher nicht wiedererlangen. Über diesen König war der Aufstieg nicht zu erwarten. Mittel und Wege zum Erfolg mussten also auf anderer Ebene gefunden werden.
Heinrich II. brüskiert den Adel – und isoliert sich selbst
Das immer noch hohe Ansehen und der Rang der Salier werden schlagartig darin sichtbar, dass im Jahr 1016 oder 1017 Konrad der Ältere Gisela von Schwaben heiratete. Sie war eine Tochter Herzog Hermanns II. von Schwaben, der 1002 als Konkurrent Heinrichs II. für kurze Zeit als König gegolten haben dürfte. Dieses Rangbewusstsein hat Hermann ebenso wie seine Kinder ausgezeichnet. Überdies war Gisela zuvor in erster Ehe mit Herzog Ernst von Schwaben verheiratet gewesen und konnte sich zudem karolingischer Abstammung rühmen.
Entsprechendes Selbstbewusstsein brachte Gisela dann auch als Kaiserin an der Seite Konrads II. zum Ausdruck. Wipo betont ihren großen Einfluss. Die Briefsammlungen der Zeit schenken ihr größere Aufmerksamkeit als ihrem Gemahl. Ihre Schwester Mathilde war mit Herzog Konrad I. von Kärnten verheiratet gewesen und hatte als dessen Witwe vermutlich die Ehe ihrer Schwester mit vermittelt.
Die Salier und das führende Herzogsgeschlecht in Schwaben rückten also enger zusammen – auch in ihrer Gegnerschaft zu König Heinrich II. Mit einem Schlag führte diese Ehe Konrad den Älteren zurück in die führende Riege des Reiches. Allein die intensive, das gesamte Reich durchdringende und eigenmächtige Fürsten ausschaltende Herrschaftspraxis Heinrichs II. schien den Saliern trotz ihrer hervorragenden Vernetzungen zunächst den weiteren Aufstieg in Herzogsämter oder gar darüber hinaus zu versperren. Heinrich II. stand im Weg.
Allerdings hatte Heinrich II. durch manche schroffe Entscheidung auch andere führende Familien gegen sich aufgebracht. Schon seine Wahl im Jahr 1002 hatte er gegen seine Konkurrenten allein durch unnachgiebiges Durchhaltevermögen durchgesetzt. Die Familie der Ezzonen in Lothringen oder sein Thronkonkurrent Hermann von Schwaben mussten sich der Güterforderungen Heinrichs II. erwehren. Legendär wurde die Verfolgung des mächtigen Grafen Otto von Hammerstein, den Heinrich aus Trotz und Zorn, vorgeblich aber wegen einer illegitimen Ehe mit einer zu nahen Verwandten drangsalierte. Und Erzbischof Heribert von Köln (gest. 1021) bezahlte seine Förderung Hermanns von Schwaben zeit seines Lebens mit der Gegnerschaft des Königs.
Festzuhalten bleibt: Die Ignoranz gegenüber dem traditionellen Mitspracheanspruch des Adels, die autoritäre Herrschaftspraxis und die Unnachgiebigkeit gegenüber Konkurrenten hatten dem letzten Ottonen nicht viele Sympathien im Adel eingebracht. Zwar kam es nicht zu bedrohlichen Erhebungen gegen den König. Große Sympathien, die es ihm ermöglicht hätten, einen Nachfolger zu designieren, genoss er aber sicher nicht. Weil er überdies keine eigenen Nachkommen und keine engsten Verwandten mit Thronanspruch hinterließ, war die Situation bei seinem Tod im Juli 1024 völlig offen.
Spätestens mit der Nachricht vom Tod Heinrichs II., wahrscheinlich aber schon lange vorher, brachten sich, wie Wipo berichtet, mächtige Fürsten in Stellung. Briefe und Gesandtschaften bereiteten Allianzen vor. Einer dieser Briefe vom Abt Bern von Reichenau an den Bischof von Como hat sich aus dieser Zeit erhalten. Daneben können wir im „Codex latinus 6388“ der Bayerischen Staatsbibliothek einem damals involvierten Geistlichen über die Schulter schauen, wie er im Vorfeld der Königswahl aus der Geschichte Präzedenzfälle ungeregelter (sprich: nicht durch Designationen vorbereiteter) Königswahlen seit der Merowingerzeit eine Anleitung herauszulesen versuchte, um die unklare Situation des Jahres 1024 aufzulösen: Wie also konnte man einzelne Kandidaturen
legitimieren oder delegitimieren?
Nach nur acht Wochen trat der entscheidende Hoftag in dem heute verschwundenen Örtchen Kamba am Rhein gegenüber von Oppenheim zusammen. Wir kennen die tatsächlich in Anschlag gebrachten Argumente nicht mehr. Trotz aller Vorabsprachen scheint die Wahl allerdings noch nicht entschieden gewesen zu sein.
Wie der ältere Konrad schließlich gewählt wurde
Angeblich hätten sogar mehrere Fürsten zur Wahl gestanden, von denen Wipo als einziger Gewährsmann nur die Namen der beiden „Finalisten“ nennt: Konrad den Älteren und seinen jüngeren Cousin gleichen Namens. Als Enkel Ottos von Worms und Liutgards, einer Tochter Ottos des Großen, konnten beide geblüts- oder erbrechtliche Ansprüche anmelden, die zwar wichtig, aber allein nicht ausschlaggebend gewesen sein dürften. Da Wipo uns die Namen anderer Kandidaten vorenthält, können wir über die ausschlaggebenden Argumente nur spekulieren.
Aber nicht einmal zwischen den beiden Konraden wussten die Fürsten zu entscheiden. Für den Älteren sprach sein höheres Alter und der Umstand, dass er mit der angesehenen Gisela verheiratet war und mit ihr seit 1017 bereits über einen Sohn und potentiellen Thronfolger verfügte. Der jüngere Konrad dagegen besaß das reichere Erbe der salischen Hausgüter, seit sein Vater Konrad von Kärnten diese als Senior der Dynastie übernommen hatte.
Wipo weiß die Auflösung des Patts zwischen den Cousins in legendenhaft beschönigender Weise zu berichten. Beide hätten sich zur innerfamiliären Besprechung zurückgezogen, wo der Ältere vorgeschlagen habe: „Wenn ich sehe, dass die Volksmeinung dich will, werde auch ich dich als Herrn und König wünschen, und ich werde dir mein Wohlwollen nicht in schlechter Absicht entziehen, sondern dich noch lieber als die anderen wählen, so wie ich hoffen werde, dass du mich mehr lieben wirst als jene. Sollte aber Gott mich auserwählen, wirst du mir zweifellos das Gleiche zurückgeben.“
Mit einem Kuss hätten sie diesen Konsens vor der erfreuten Hofgesellschaft publik gemacht, die sich in der anschließenden Wahl unter der Leitung des Mainzer Erzbischofs Aribo einmütig für den älteren Konrad ausgesprochen habe.
Diese Geschichte ist jedoch zu schön, um wahr zu sein. Wipo selbst konterkariert seine Legende, wenn er den Wahlvorgang abschließend kommentiert: „Ich glaube, dass dieser Wahl göttliche Gnade innewohnte. Denn Konrad wurde von so vielen Männern mit ausgesprochener Machtfülle, von so vielen Herzögen und Markgrafen ohne Streit gewählt. Er stand zwar in Herkunft, Tugend und Reichtum nicht tiefer als irgendjemand der anderen, aber im Vergleich zu diesen Fürsten hatte er doch vom Reich weniger Lehen und Macht. Aber dennoch entzogen sich der Erzbischof von Köln und Herzog Friedrich [von Lothringen] der Wahl zusammen mit einigen Lothringern, angeblich um des jüngeren Konrads willen.“
Wipos Aussage zeigt also eine gewisse Ambivalenz. Auf der einen Seite betont er den innerfamiliären Frieden und die reichsweite Harmonie, auf der anderen Seite kann nicht mal er als hofnaher Auftragsschreiber verhehlen, dass mit den Lothringern ein gewaltiger Teil des Reiches lieber Konrad den Jüngeren gewählt hätte und deswegen die Wahl nicht bestätigen konnte.
Bedenken wir, dass hinter Konrad dem Jüngeren ein Großteil der salischen Besitzungen sowie die mächtige Herzogin Mathilde von Schwaben standen, hatte der neugewählte König einen schweren Weg vor sich. Konrad II. hatte sich zu bewähren, hatte Bündnisse zu schließen und die Unterstützung all jener zu gewinnen, die ihn in Kamba wegen Abwesenheit oder Abneigung nicht gewählt hatten.
Auch nach der Wahl in Kamba 1024 stand dem jungen König Konrad II. also manche Herausforderung bevor. Dass er dennoch die 100-jährige Herrschaft der salischen Könige begründen konnte und überdies auch Ahnherr der staufischen Herrscherdynastie werden sollte, ist vor dem Hintergrund dieser Vorgeschichte tatsächlich eine kleine dynastische Sensation.
11. Juni 2026
Die erste Fußballweltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay statt. Aber warum eigentlich gerade dort? Bis dahin hatten die großen europäischen…
Geschichte & Archäologie
Rätsel um kopflose Skelette geht weiter
9. Juni 2026
Kopflose Skelette aus einem jungsteinzeitlichen Siedlungsgraben in der Slowakei geben Archäologen weiterhin Rätsel auf. Denn warum Menschen…
Geschichte & Archäologie
Mammutfund erweist sich als steinzeitliches Cold Case
8. Juni 2026
Cold Case: Ein bei Regensburg entdecktes Mammutskelett hat sich als wichtiges Zeugnis der menschlichen Frühgeschichte entpuppt. Denn…