Seinem Sohn Heinrich V. erging es kaum anders. Als Hoffnungsträger einer jungen Generation von Reichsfürsten 1106 durch Absetzung seines Vaters zum alleinigen König geworden, erkannten die Fürsten spätestens 1111, als Heinrich durch Gefangennahme des Papstes die Kaiserwürde erlangte, dass Heinrich V. kaum weniger autokratisch herrschte als sein Vater. Sein rücksichtsloses Vorgehen, nicht zuletzt in territorial- und personalpolitischen Fragen, rief eine immer stärker werdende Fürstenopposition hervor und veranlasste vor allem die Sachsen erneut zu offenem Widerstand. Am 11. Februar 1115 kam es am Welfesholz im Südharz bei Mansfeld zu einer erbitterten Schlacht zwischen den Truppen Heinrichs V. und einem Bündnis sächsischer Adliger.
Angeführt wurde Letzteres von dem Sachsenherzog Lothar von Supplinburg. Die Niederlage, die Heinrich V. an jenem denkwürdigen Tag erlitt, war so vernichtend, dass er jeden Einfluss auf sächsische Gebiete verlor. Als der letzte Salierkaiser dann 1125 ohne männlichen Erben verstarb, war es sein Kontrahent Lothar von Supplinburg, der von den Fürsten zu seinem Nachfolger gewählt wurde und als König Lothar III. den römisch-deutschen Thron bestieg.





