Im Juli beklagte der Staatssekretär und Tagebuchautor Samuel Pepys 1000 Tote pro Woche, die Totenglocken läuteten ununterbrochen, und in den Straßen stapelten sich die Leichen: „Diese Krankheit macht uns grausam zueinander.“ Im September hatte London schließlich pro Woche 7000 bis 8000 Tote zu beklagen. Das öffentliche Leben und die Versorgung waren längst zusammengebrochen. Wer konnte, tat es König Karl II. und seinem Hof gleich und floh aus der Stadt.
Über ein Jahr wütete die Pest in London und Südengland. In der Hauptstadt kam sie erst durch die nächste Katastrophe zum Erliegen: Das Große Feuer von 1666 zerstörte nicht nur wesentliche Teile der Stadt, in ihm kamen auch die Ratten mitsamt den Flöhen um, welche die Seuche übertrugen.





