Am 12. November 1638 öffnete der „Hortus Medicus Amstelodamensis“ als eine der ersten derartigen Einrichtungen die Pforten. Als nur wenige Jahre später Direktor Johannes Snippendaal die Pflanzen des Gartens katalogisierte, kam er bereits auf 796 verschiedene Spezies. Die meisten davon waren Arzneipflanzen, aber es befanden sich auch Ziergewächse darunter, von denen einige in Europa bis dahin völlig unbekannt waren. Händler der Ostindien-Kompanie hatten sie aus Afrika und Südamerika in die Niederlande gebracht. Unter ihnen gab es auch eine einzige Pflanze Coffea arabica, aus der schließlich, so heißt es, der gesamte Kaffeeanbau Südamerikas hervorgehen sollte. Die ursprünglich aus Afrika stammende Ölpalme war ebenfalls zunächst Zierpflanze im Botanischen Garten, bevor sie von Amsterdam aus nach Südamerika und Asien gelangte und dort im großen Stil angebaut wurde.





