Das Prinzip der „Eisernen Lunge“ war simpel, aber effektiv. Die Maschine erzeugte einen Unterdruck, der die Lungen der zu behandelnden Personen dazu anregte, sich zu erweitern und Sauerstoff aufzunehmen. Anschließend wurde ein Überdruck erzeugt, um die ausgeatmete Luft zu entfernen. Die Betroffenen waren bis auf den Kopf vollständig in der Maschine eingeschlossen, die ihnen dabei half zu atmen. Ein Leben außerhalb der Stahlkammer war für diejenigen, die so passiv beatmet wurden, jedoch nicht mehr möglich. Die bahnbrechende Technologie brachte dennoch weitreichende Wellen der Hoffnung für die Opfer von Poliomyelitis und anderen Atemwegserkrankungen. Sie schuf eine lebenserhaltende Brücke, bis schließlich die rettenden Impfstoffe gegen Polio entwickelt wurden und mit der Verbesserung der Intubationstechnik die „Eiserne Lunge“ in den Schatten der medizinischen Geschichte trat.





