Zwentibold nutzte fortan seine eigene Hofkapelle und Hofkanzlei zu einer Politik, die keineswegs vom Willen zur Kooperation mit seinem Vater im Ostfrankenreich zeugte, ganz im Gegenteil. In kurzer Zeit verärgerte er durch Ungehorsam nicht nur Arnulf, sondern brachte durch seinen autokratischen Herrschaftsstil auch den lotharingischen Adel gegen sich auf.
Zeitgenössische Quellen überliefern das Bild eines Königs, der sich politisch ungeschickt verhielt und letztlich an „Hochmut und Ungerechtigkeit“ scheiterte. Als nach dem Tod Arnulfs dessen Sohn Ludwig das Kind im Jahr 900 in Forchheim zum König gekrönt wurde, huldigten diesem auch die lotharingischen Großen. „Von allen seinen Bischöfen und Grafen im Stich gelassen“ starb Zwentibold als letzter König von Lotharingien am 13. August im Kampf gegen aufständische Grafen.





