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Am Hochmut gescheitert
Zeitpunkte · 13. August 887

Am Hochmut gescheitert

Zwentibold war zweifellos der Karolinger mit dem ungewöhnlichsten Namen – er verdankte ihn seinem mährischen Taufpaten Svatopluk. Sein Vater war Arnulf von Kärnten, seit 887 König des Ostfrankenreichs. Ihm hatten die Großen des Reichs die Nachfolge des außerehelich geborenen Zwentibold und dessen Bruders Ratbod zugesichert, sofern Arnulf kein legitimer Sohn geboren würde. Als der König 893 doch noch Vater eines ehelichen Sohnes (genannt Ludwig das Kind) wurde, fasste er für Zwentibold andere Pläne: Gegen den Widerstand des lokalen Adels ließ Arnulf seinen Sohn 895 zum König von Lotharingien, dem mittleren Teil des Fränkischen Reichs, salben und krönen.
Autor
DAMALS-Redaktion
01. August 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Zwentibold nutzte fortan seine eigene Hofkapelle und Hofkanzlei zu einer Politik, die keineswegs vom Willen zur Kooperation mit seinem Vater im Ostfrankenreich zeugte, ganz im Gegenteil. In kurzer Zeit verärgerte er durch Ungehorsam nicht nur Arnulf, sondern brachte durch seinen autokratischen Herrschaftsstil auch den lotharingischen Adel gegen sich auf.

Zeitgenössische Quellen überliefern das Bild eines Königs, der sich politisch ungeschickt verhielt und letztlich an „Hochmut und Ungerechtigkeit“ scheiterte. Als nach dem Tod Arnulfs dessen Sohn Ludwig das Kind im Jahr 900 in Forchheim zum König gekrönt wurde, huldigten diesem auch die lotharingischen Großen. „Von allen seinen Bischöfen und Grafen im Stich gelassen“ starb Zwentibold als letzter König von Lotharingien am 13. August im Kampf gegen aufständische Grafen.

ArnulfKoenigZwentibold

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