Über den Hintergrund von Wallace gibt es kaum zeitgenössische Belege. Der Sohn eines Ritters aus Ayrshire erschien gleichsam aus dem Nichts, scharte Männer um sich und wurde zum Inbegriff des schottischen Freiheitskampfes, als er 1297 bei Stirling Bridge dem zahlenmäßig überlegenen englischen Heer eine demütigende Niederlage zufügte. Der schottische Adel rief ihn zum „Guardian of the Realm“, zum Regenten in John Balliols Namen, aus. Doch das Schlachtenglück währte nicht ewig: Schon im Jahr darauf war es Eduard I., der William Wallace bei Falkirk besiegte. Dieser legte sein Amt als Guardian ab, tauchte unter und bemühte sich offenbar im Ausland um militärische Unterstützung. Letztlich führte der Verrat eines schottischen Landsmannes 1305 zu seiner Verhaftung.
William Wallace wurde in London in einem Schauprozess wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Seine grausame Hinrichtung am 13. August 1305 war ein öffentliches Spektakel. Eine Steintafel nahe der Stelle der Hinrichtung und das Wallace Monument bei Stirling erinnern bis in die Gegenwart an den schottischen Märtyrer und Nationalhelden.





