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Kampf um Freiheit auf Barbados
Zeitpunkte · 14. April 1816

Kampf um Freiheit auf Barbados

Eine 1985 östlich von Bridgetown errichtete Statue erinnert bis heute an den Bussa-Aufstand auf Barbados. mauritius images / AA World Travel Library, AA World Travel Library / Alamy / Alamy Stock Photos

Am Ostersonntag, dem 14. April 1816, begann auf Barbados der größte Aufstand versklavter Menschen in der Geschichte der Insel. In der britischen Zuckerkolonie lebten damals rund 80 000 Versklavte, die unter extremer Gewalt, harter Arbeit und vollständiger Rechtlosigkeit litten. Als in London über Reformen der Sklaverei diskutiert wurde, wuchs die Hoffnung auf Veränderung. Das lokale Parlament auf Barbados blockierte jedoch jede Verbesserung.
Autor
DAMALS-Redaktion
01. April 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Unter diesen Bedingungen organisierten versklavte Männer und Frauen den sogenannten Bussa-Aufstand, benannt nach seinem Anführer. Rund 400 Menschen griffen zu Waffen, mehrere Tausend unterstützten die Bewegung, indem sie Felder anzündeten oder Informationen weitergaben. Ziel des Aufstands war die Freiheit und ein Leben in Würde.

Die Kolonialmacht reagierte umgehend. Milizen und britische Truppen schlugen den Aufstand nach wenigen Tagen nieder. Mehr als 200 Beteiligte richteten sie hin, viele weitere deportierten sie. Bussa kam während der Kämpfe ums Leben. Der Aufstand scheiterte militärisch, entfaltete aber politische Wirkung. In Großbritannien verstärkte er den Zweifel an der Legitimität der Sklaverei. Als das Parlament 1833 deren Abschaffung beschloss und die Regelung 1834 in Kraft trat, wirkten auch die Erfahrungen aus Revolten wie jener auf Barbados nach. Sie zeigen, dass die Abschaffung der Sklaverei nicht allein Ergebnis parlamentarischer Einsicht war, sondern die Freiheit aus Kämpfen hervorging.

Barbados
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