Unter diesen Bedingungen organisierten versklavte Männer und Frauen den sogenannten Bussa-Aufstand, benannt nach seinem Anführer. Rund 400 Menschen griffen zu Waffen, mehrere Tausend unterstützten die Bewegung, indem sie Felder anzündeten oder Informationen weitergaben. Ziel des Aufstands war die Freiheit und ein Leben in Würde.
Die Kolonialmacht reagierte umgehend. Milizen und britische Truppen schlugen den Aufstand nach wenigen Tagen nieder. Mehr als 200 Beteiligte richteten sie hin, viele weitere deportierten sie. Bussa kam während der Kämpfe ums Leben. Der Aufstand scheiterte militärisch, entfaltete aber politische Wirkung. In Großbritannien verstärkte er den Zweifel an der Legitimität der Sklaverei. Als das Parlament 1833 deren Abschaffung beschloss und die Regelung 1834 in Kraft trat, wirkten auch die Erfahrungen aus Revolten wie jener auf Barbados nach. Sie zeigen, dass die Abschaffung der Sklaverei nicht allein Ergebnis parlamentarischer Einsicht war, sondern die Freiheit aus Kämpfen hervorging.





