Der eigentliche Krönungsgottesdienst am Tag darauf in Westminster Abbey war ein Kompromiss. Elisabeths Vorgängerin Maria hatte den Katholizismus wieder eingeführt, Elisabeth aber war Protestantin und wollte England zum Protestantismus zurückführen. Der Gottesdienst und auch die Krönung Elisabeths erfolgten auf Latein, doch wurden Lesung und Evangelium auch auf Englisch vorgetragen. Nach ihrer Salbung und Krönung zeigte sich Elisabeth I. mit den Insignien der jubelnden Menge, ehe in Westminster Hall das festliche Krönungsbankett stattfand. Die Feierlichkeiten waren eine minutiös geplante Inszenierung des Hofes, die nicht zuletzt auch die Haltung und künftige Politik der jungen Königin im schwelenden Religionskonflikt zum Ausdruck bringen sollte.





